Archiv der Kategorie: Gedicht

. . . gewendet / Wie zum Polarstern halt das Eine fest, / Sein Wort, sein heilig Wort, und – Schach dem Rest! Annette von Droste-Hülshoff zum zweiten Advent:

Wo bleibst du, Wolke, die den Menschensohn Soll tragen? Seh‘ ich das Morgenrot im Osten schon Nicht leise ragen? Die Dunkel steigen, Zeit rollt matt und gleich; Ich seh‘ es flimmern, aber bleich, ach bleich! Das sind keine Worte, die … Weiterlesen

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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! – Über eine Gesellschaft, die sich systematisch selbst entweihnachtet!

Am untersten Ast sah man entsetzt Die alte Wendel hangen. Hell schien der Mond ihr ins Gesicht, Das festlich still verkläret; Weil auf der Welt sie nichts besaß, Hatt‘ sie sich selbst bescheret. Einer Gesellschaft, die sich systematisch selbst entweihnachtet, … Weiterlesen

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„Schrittweis kehr ich heim und weine, / Und mir blieb mein müdes Herz / An der Grenze.“ – Vom Leben an der Grenze.

An der Grenze grüßt ein Haus. Wandrers Zuflucht, stammgezimmert, Schirmt’s vorm Strahl, der ficht und flimmert, Wehrt dem Herbstwind, der’s umwimmert. Oftmals späht ich von ihm aus Nach der Grenze. An die Grenze kroch der Schmerz, Lag im Busch als … Weiterlesen

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Was die Ewigkeit des Weiblichen ausmacht. – Worte, verfasst von einer, die ich, Mann, als Weib empfinde:

. Jenen, die auf dem Holzstoß prasselnde Bisse zermalmen, Bin ich gleich, ich, das Weib, das Geschlecht, Mutter, Gebärerin. Über die Zeugenden, die Gezeugten lodert mein Herz ewig hin. Meine Seele kniet und singt Psalmen. . Wenn sich eine Frau, … Weiterlesen

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Gertrud Kolmars Erntedank: „O Herz! O Frucht! O Zeit! O Wille! / Wie lieblich seid ihr hergereift!“ – Nichts geht verloren!

                     Wappen von Zinna     In Blau eine goldgewandete Frauengestalt, die in der rechten Hand eine Traube trägt und einen Apfel in der linken. O Herz! O Frucht! O Zeit! O Wille! Wie lieblich seid … Weiterlesen

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Augen in der Großstadt können Seelenaugen sein. Tucholsky und Kästner vermitteln die Bedeutung der Schwesterseele für unser Leben.

Die von Ernst Bender herausgegebene und v.a. als Schulbuchausgabe gedachte Gedichtanthologie Deutsche Dichtung der Neuzeit (Gedichte ab dem Mittelalter) kennt – zumindest in meiner Auflage – einen Kurt Tucholsky nicht. Die in Schulen wohl meist verbreitetste Gedichtanthologie, der echtermeyer/wiese, kennt … Weiterlesen

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Geschändete Brüste. Lyrik kann so gnadenlos sein: Gertrud Kolmars „Die gelbe Schlange“ und „Mörder Taube“

Gnadenlos erbarmungslos war ihr Tod. Gertrud Kolmar starb auf dem Weg nach oder in  Auschwitz. Ihre Spur verliert sich nach dem Abtransport. – Es gab aber wohl etwas, was sie womöglich als noch erbarmungsloser empfunden haben mag. Es kriecht als … Weiterlesen

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„Einmal wandert Läuten durch mich hin“ – Gertrud Kolmar weiß um ihre wahre Heimat und ihre Schwesterseele.

Liest jemand an heißen Spätsommertagen Gedichte? Eher nicht. Aber es drängt mich, dieses Gedicht von Gertrud Kolmar dennoch zu veröffentlichen und jemandem, der doch liest, mitzuteilen. Es ist eines meiner Lieblingsgedichte von ihr; sie schrieb es in jenem poetisch für … Weiterlesen

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Zu viele Menschen leben 2019 wie seelenlos! Gegenüber 1933 hat sich so viel nicht geändert. Gertrud Kolmar schrieb darüber schonungslos:„ Die hier umhergehn, sind nur Leiber / Und haben keine Seele mehr”

Wie sehr können die Blicke von Menschen getrübt sein, wenn ihre Augen nicht sehen wollen, was nicht sein kann, weil es nicht sein darf. Auch aktuell ist es nicht anders, zu sehen u.a. in der Gesellschaft Amerikas, die zu Teilen … Weiterlesen

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