Archiv der Kategorie: Fülle des Lebens

„Jedwedes lichtgeborne Wort / Wirkt durch das Dunkel fort und fort.“ – Apropos *corona*

Die oben zitierten zwei Verse sind bekannt als „Leitspruch“ und verfasst von einem Mann, dem die Nazidiktatur das Herz gebrochen hat. Ohnehin herzleidend und 1933 aus dem Amt des Sekretärs der Preußischen Akademie entfernt, unterschrieb Oskar Loerke auf Wunsch Samuel … Weiterlesen

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Als man noch, ohne unter Rassismusverdacht zu geraten, „Zigeuner“ sagen durfte. – Georg Trakl schrieb ein Zigeuner-Gedicht. Dieser Zigeuner war er.

„Ihr Linken habt immer Probleme mit dem Wort Zigeuner“, zitierte (..) das sozialistische „Neue Deutschland“ den Violinisten Markus Reinhardt, der die Wortakrobatik „Sinti und Roma“ zu „Quatsch“ erklärte. Auf der Webseite des Musikers steht ein Liedtext: „Wir gehen unseren Weg … Weiterlesen

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Seine Wunde voller Gnaden / Pflegt der Liebe sanfte Kraft. – Was mancher sich wünscht! – Georg Trakls „Im Winter“.

Die folgenden Zeilen gingen dem wesentlich bekannteren Gedicht > Ein Winterabend < voraus, waren gleichsam dessen erste Fassung. Sie enthalten jedoch jene zwei oben zitierten und im Folgenden hervorgehobenen Verse, die sich in Ein Winterabend nicht mehr finden, die für … Weiterlesen

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Achtsam gegenüber Mascha Kaléko: so anrührend, so gefährlich! – Zu ihrem Gedicht „Rezept“.

  Jage die Ängste fort und die Angst vor den Ängsten. Für die paar Jahre wird wohl alles noch reichen. Das Brot im Kasten und der Anzug im Schrank. Sage nicht mein. Es ist dir alles geliehen. Lebe auf Zeit … Weiterlesen

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. . . gewendet / Wie zum Polarstern halt das Eine fest, / Sein Wort, sein heilig Wort, und – Schach dem Rest! Annette von Droste-Hülshoff zum zweiten Advent:

Wo bleibst du, Wolke, die den Menschensohn Soll tragen? Seh‘ ich das Morgenrot im Osten schon Nicht leise ragen? Die Dunkel steigen, Zeit rollt matt und gleich; Ich seh‘ es flimmern, aber bleich, ach bleich! Das sind keine Worte, die … Weiterlesen

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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! – Über eine Gesellschaft, die sich systematisch selbst entweihnachtet!

Am untersten Ast sah man entsetzt Die alte Wendel hangen. Hell schien der Mond ihr ins Gesicht, Das festlich still verkläret; Weil auf der Welt sie nichts besaß, Hatt‘ sie sich selbst bescheret. Einer Gesellschaft, die sich systematisch selbst entweihnachtet, … Weiterlesen

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„Schrittweis kehr ich heim und weine, / Und mir blieb mein müdes Herz / An der Grenze.“ – Vom Leben an der Grenze.

. An der Grenze grüßt ein Haus. Wandrers Zuflucht, stammgezimmert, Schirmt’s vorm Strahl, der ficht und flimmert, Wehrt dem Herbstwind, der’s umwimmert. Oftmals späht ich von ihm aus Nach der Grenze. An die Grenze kroch der Schmerz, Lag im Busch … Weiterlesen

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´s ist ein Gesetz der Teufel und Gespenster: /Wo sie hereingeschlüpft, da müssen sie hinaus. – Mephistopheles outet seine Methode, aber niemand hört hin!

Manchmal mag man es nicht glauben, welche Wahrheiten in so viel gelesenen Sätzen stecken, ohne dass groß darüber geschrieben wurde oder es jemand weiters interessiert. Doch obiger Satz sagt unglaublich viel aus. Denn er betrifft die Mehrheit der Menschen (behaupte … Weiterlesen

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Berufen, um Namen zu geben. Was Michael Ende in der „Unendlichen Geschichte“ lehrt: Jeder muss selbst seine Kindliche Kaiserin retten!

. Die Adamssöhne, so nennt man mit Recht die Bewohner des irdischen Ortes, die Evastöchter, das Menschengeschlecht, Blutsbrüder des Wirklichen Wortes. Sie alle haben seit Anbeginn die Gabe Namen zu geben. Sie brachten der kindlichen Kaiserin zu allen Zeiten das … Weiterlesen

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