Archiv des Autors: Johannes G. Klinkmüller

Schulbuchwürdig und zugleich verfemt: die ach so unverträglichen Seiten eines Christian Morgenstern.

So wird uns Christian Morgenstern (1871 – 1914) meistens präsentiert: Da gibt es den der Anthroposophie sehr nahestehenden Morgenstern, ein seit 1909 mit Rudolf Steiner befreundeter Verfasser von zu pathetischen Worten greifenden, gekünstelt theologische Fügungen verwendenden Gedichten, die eklektische, also … Weiterlesen

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Die dunkle Seite der Romantik: Einlullen als Lebensprinzip. – „Nachts“ von Joseph von Eichendorff.

Wer annimmt, das folgende Gedicht – Nachts von Joseph von Eichendorff – gäbe meiner Meinung nach die wirkliche Seite der deutschen Romantik wieder, irrt sich gewaltig. Zu ihr gehört die Klarheit eines Novalis ebenso wie all jene Märchen, die das … Weiterlesen

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Den Weltgesang finden, den Tod überwinden, Erde gestalten: Friedrich Rückerts „Waldstille“.

Selten habe ich ein Gedicht gelesen, das thematisch so viel anspricht, so vielschichtig ist. Es ist wohl so wie jener Mann, der es geschrieben hat, der 50 Sprachen beherrschte und aus 44 Sprachen Texte übersetzte, der 10 Kinder zeugte, wobei … Weiterlesen

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„Komm, o komm zum stillen Grund!“ – Über Abgründe des Todes und Kräfte der Stille in Gedichten, Liedern und Novellen.

Stille hat, wie alles in unserem Leben, eine dunkle Seite … Es ist die trügerische Venus-Sphäre, wie sie Wagner in der Tannhäuser-Opfer gestaltet hat oder Eichendorff in seiner Marmorbild-Novelle; mit Vergangenheit hat sie zu tun hat, mit Rückwärtsgewandtheit, mit Wollust, … Weiterlesen

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Friedrich Lenaus Sonette: echt schön, aber Romantik und Sehnsucht können zu tatenlos sein! – Weiterentwicklung deutet sich an.

Wir neigen dazu – der eine mehr, der andere weniger -, einer Romantik anzuhängen, die unsere Seelenhaut netzt und sie wenigstens ein wenig kost. Wenn wir in unsere Kulturgeschichte schauen, finden wir Menschen, die ihr anhingen und mit ihr nicht … Weiterlesen

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„Im ersten Licht“! Christlich-spirituelle Lyrik vorgestern und gestern – ob sie sich heute nur tarnt?

„und wenn ich dann im ersten Licht / deinen fetten Arsch sehe“ – Diese zwei Zeilen fand ich in einem zeitgenössischen Gedicht, als ich aufgrund von dessen Überschrift wähnte, es könne ein spirituelles sein. In Bezug auf vergangene Jahrhunderte hatte … Weiterlesen

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Den dunklen König entlarven! Ein großes Ego nicht als Herzqualität ausgeben! Denken wertschätzen: Schillers Ballade „Der Taucher“.

In Schillers Ballade steht nicht nur der so mutige Edelknecht im Mittelpunkt, sondern auch ein König, der auf eine Weise mit dem Leben seiner Untertanen spielt, wie man es bei Autokraten nun einmal erlebt, auch heute noch – gerade heute … Weiterlesen

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„Und Engel treten leise aus den blauen Augen / der Liebenden, die sanfter leiden.“ – Trakls ´Herbst des Einsamen´.

. Der Herbst des Einsamen Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle, Vergilbter Glanz von schönen Sommertagen. Ein reines Blau tritt aus verfallner Hülle; Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen. Gekeltert ist der Wein, die milde … Weiterlesen

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„Höre Mutter meine letzte Bitte: / Einen Scheiterhaufen schichte du / …“ – Goethes „Braut von Korinth“ – ein Menetekel gegen bigotte Moral und falsche Mütterlichkeit.

Goethe hat mit seiner 1797 im berühmten Balladenjahr verfassten Ballade in Weimar und deutschlandweit zum Teil für helle Empörung gesorgt, immerhin geht es u.a. um das Motiv des Widergängers, eines Toten also, der unter den Lebenden auftaucht, verbunden mit dem … Weiterlesen

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