Archiv des Autors: Johannes G. Klinkmüller

Ein notwendig frauliches Bewusstsein: ohne männliche Seite keine Entfaltung der eigenen Weiblichkeit. – Annette von Droste-Hülshoffs „Am Turme“.

. Am Turme Ich steh‘ auf hohem Balkone am Turm, Umstrichen vom schreienden Stare, Und lass‘ gleich einer Mänade den Sturm Mir wühlen im flatternden Haare; O wilder Geselle, o toller Fant, Ich möchte dich kräftig umschlingen, Und, Sehne an … Weiterlesen

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„Wohin dein Herz mich führe / frag ich nicht nach.“ – Frauen wollen keinen Mann ohne Herz – wenn er aber Rilke heißt? Eine Gedichtinterpretation in Gender-Zeiten.

Alle zwei, drei Wochen gucke ich mal in einem Literaturforum vorbei, in dem ich Mitglied bin. Die am liebsten gelesene Literatur sind eine gewisse Art von Poesiealbum-Sprüchen, wenn bitte möglich von einem möglichst namhaften Dichter; und wenn man dann noch … Weiterlesen

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Bleib unten, Nicola! – Ehrlich, ich kann den Mann verstehen! – Conrad Ferdinand Meyers „Nicola Pesce“.

Schiller verfasste aufgrund der Legende um Nicola seine Ballade Der Taucher, Conrad Ferdinand Meyer schrieb das Sonett um Nicola. Und ehrlich, so genial ich Schillers Ballade aufgrund dessen, wie gekonnt sie menschlich-seelische Realität abbildet, finde: ich finde Meyers Gedicht fast … Weiterlesen

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„Könnt ich an ihrem Halse schluchzen, klagen!“ – Mutterwunden deutscher Dichter: Nikolaus Lenau, Heinrich Heine, Friedrich Hebbel, Karl May. – Ein Muttertagspost.

Ich trag im Herzen eine tiefe Wunde Und will sie stumm bis an mein Ende tragen; Ich fühl ihr rastlos immer tiefres Nagen, Und wie das Leben bricht von Stund zu Stunde. Schon mit 5 Jahren verlor Nikolaus Lenau, der … Weiterlesen

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Hammerschlag contra Flügelschlag: Wie Matthias Claudius den Tod überwindet!

Der Wandsbecker Bote (1740-1815), wie man ihn gern nach jenem Journal, für das er sich so engagierte, auch nannte, hätte allen Grund gehabt, das Kruzifix als Kennzeichen menschlichen Lebens vor sich herzutragen: Elf Jahre ist er alt, da stirbt im … Weiterlesen

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„Stehst du fast als wie ein Weltenmeister / In der Hand den Feldherrnstab der Geister.“ Christian Wagners prophetische Worte.

Es gibt Buchstabenfolgen, die wirken nachdrücklich in einen hinein, ohne dass man so genau sagen könnte, warum. So ist es hier; seit ich es gelesen habe, liebe ich Christian Wagners Oswalds Gedächtnis. Nun habe ich mich ihm ein wenig zugewandt … Weiterlesen

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Ein echter Morgenstern: Vom spirituellen Blumenpflücken und Kränzchenwinden.

So wie sich Christian Morgenstern sicherlich köstlich amüsierte über jene Menschen, die sich die Köpfe zerbrachen darüber, wie denn seine humorig-sarkastisch-slapstick-komödiantische Wortakrobatik (O Greule, Greule, wüste Greule! / »Du bist verflucht!« so sagt die Eule. / Der Sterne Licht am … Weiterlesen

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Wo du mir entschwunden, / Hab ich dich gefunden / Inniger in mir. – Rückerts „Waldstille“, zu unrecht vergessen!

Selten habe ich ein Gedicht gelesen, das thematisch so viel anspricht, so vielschichtig ist. Es ist wohl so wie jener Mann, der es geschrieben hat, der 50 Sprachen beherrschte und aus 44 Sprachen Texte übersetzte, der 10 Kinder zeugte, wobei … Weiterlesen

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Schulbuchwürdig und zugleich verfemt: die ach so unverträglichen Seiten eines Christian Morgenstern.

So wird uns Christian Morgenstern (1871 – 1914) meistens präsentiert: Da gibt es zwar den der Anthroposophie sehr nahestehenden Morgenstern, ein seit 1909 mit Rudolf Steiner befreundeter Verfasser von zu pathetischen Worten greifenden, gekünstelt theologische Fügungen verwendenden Gedichten, die eklektische, … Weiterlesen

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