Archiv des Autors: Johannes G. Klinkmüller

. . . gewendet / Wie zum Polarstern halt das Eine fest, / Sein Wort, sein heilig Wort, und – Schach dem Rest! Annette von Droste-Hülshoff zum zweiten Advent:

Wo bleibst du, Wolke, die den Menschensohn Soll tragen? Seh‘ ich das Morgenrot im Osten schon Nicht leise ragen? Die Dunkel steigen, Zeit rollt matt und gleich; Ich seh‘ es flimmern, aber bleich, ach bleich! Das sind keine Worte, die … Weiterlesen

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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! – Über eine Gesellschaft, die sich systematisch selbst entweihnachtet!

Am untersten Ast sah man entsetzt Die alte Wendel hangen. Hell schien der Mond ihr ins Gesicht, Das festlich still verkläret; Weil auf der Welt sie nichts besaß, Hatt‘ sie sich selbst bescheret. Einer Gesellschaft, die sich systematisch selbst entweihnachtet, … Weiterlesen

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„Schrittweis kehr ich heim und weine, / Und mir blieb mein müdes Herz / An der Grenze.“ – Vom Leben an der Grenze.

An der Grenze grüßt ein Haus. Wandrers Zuflucht, stammgezimmert, Schirmt’s vorm Strahl, der ficht und flimmert, Wehrt dem Herbstwind, der’s umwimmert. Oftmals späht ich von ihm aus Nach der Grenze. An die Grenze kroch der Schmerz, Lag im Busch als … Weiterlesen

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´s ist ein Gesetz der Teufel und Gespenster: /Wo sie hereingeschlüpft, da müssen sie hinaus. – Mephistopheles outet seine Methode, aber niemand hört hin!

Manchmal mag man es nicht glauben, welche Wahrheiten in so viel gelesenen Sätzen stecken, ohne dass groß darüber geschrieben wurde oder es jemand weiters interessiert. Doch obiger Satz sagt unglaublich viel aus. Denn er betrifft die Mehrheit der Menschen (behaupte … Weiterlesen

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Berufen, um Namen zu geben. Was Michael Ende in der „Unendlichen Geschichte“ lehrt: Jeder muss selbst seine Kindliche Kaiserin retten!

. Die Adamssöhne, so nennt man mit Recht die Bewohner des irdischen Ortes, die Evastöchter, das Menschengeschlecht, Blutsbrüder des Wirklichen Wortes. Sie alle haben seit Anbeginn die Gabe Namen zu geben. Sie brachten der kindlichen Kaiserin zu allen Zeiten das … Weiterlesen

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Was die Ewigkeit des Weiblichen ausmacht. – Worte, verfasst von einer, die ich, Mann, als Weib empfinde:

. Jenen, die auf dem Holzstoß prasselnde Bisse zermalmen, Bin ich gleich, ich, das Weib, das Geschlecht, Mutter, Gebärerin. Über die Zeugenden, die Gezeugten lodert mein Herz ewig hin. Meine Seele kniet und singt Psalmen. . Wenn sich eine Frau, … Weiterlesen

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Gertrud Kolmars Erntedank: „O Herz! O Frucht! O Zeit! O Wille! / Wie lieblich seid ihr hergereift!“ – Nichts geht verloren!

                     Wappen von Zinna     In Blau eine goldgewandete Frauengestalt, die in der rechten Hand eine Traube trägt und einen Apfel in der linken. O Herz! O Frucht! O Zeit! O Wille! Wie lieblich seid … Weiterlesen

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Augen in der Großstadt können Seelenaugen sein. Tucholsky und Kästner vermitteln die Bedeutung der Schwesterseele für unser Leben.

Die von Ernst Bender herausgegebene und v.a. als Schulbuchausgabe gedachte Gedichtanthologie Deutsche Dichtung der Neuzeit (Gedichte ab dem Mittelalter) kennt – zumindest in meiner Auflage – einen Kurt Tucholsky nicht. Die in Schulen wohl meist verbreitetste Gedichtanthologie, der echtermeyer/wiese, kennt … Weiterlesen

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Geschändete Brüste. Lyrik kann so gnadenlos sein: Gertrud Kolmars „Die gelbe Schlange“ und „Mörder Taube“

Gnadenlos erbarmungslos war ihr Tod. Gertrud Kolmar starb auf dem Weg nach oder in  Auschwitz. Ihre Spur verliert sich nach dem Abtransport. – Es gab aber wohl etwas, was sie womöglich als noch erbarmungsloser empfunden haben mag. Es kriecht als … Weiterlesen

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