Archiv der Kategorie: Mann und Frau

Von heiterem, hellem Wasser und dem Andrang von Brüsten: Rainer Maria Rilke und ein Augenblick.

An der sonngewohnten Straße, in demhohlen halben Baumstamm, der seit langeTrog ward, eine Oberfläche Wasserin sich leis erneuernd, still ich meinenDurst: des Wassers Heiterkeit und Herkunftin mich nehmend durch die Handgelenke.Trinken schiene mir zu viel, zu deutlich:aber diese wartende Gebärdeholt … Weiterlesen

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Nur weil ein Mann meint, Gott spielen zu müssen: Rose Ausländers „Damit kein Licht uns liebe“ – so aktuell wie nie!

Zur Situation der Menschen in der Ukraine fällt mir ein Gedicht von Rose Ausländer ein: Damit kein Licht uns liebe Sie kamenmit scharfen Fahnen und Pistolen schossen alle Sterne und den Mond abdamit kein Licht uns bliebedamit kein Licht uns liebe … Weiterlesen

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Wege aus der Corona-Zeit: „Die Skelettfrau.“ Ein Märchen.

In einer seelenlosen Gesellschaft ist die Welt zu einer großen Börse geworden. Entscheidungen sind in Sekundenbruchteilen zu treffen, die Menschen bestimmen nicht mehr selbst ihr Leben, sondern die Kurse, von deren Launen die Menschen sich abhängig gemacht haben. Wie in … Weiterlesen

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„Keine Hierarchie / Von Heiligen auf goldnen Stühlen / Sitzend / Kein Niedersturz / Verdammter Seelen / Nur / Nur Liebe“ – Gedanken einer großen Dichterin zu Allerheiligen und Allerseelen und dem Leben nach dem Tode.

Glauben Sie fragte man mich An ein Leben nach dem Tode Und ich antwortete: ja Aber dann wusste ich Keine Antwort zu geben Wie das aussehen sollte Wie ich selberAussehen sollte Dort  Ich wusste nur eines Keine Hierarchie Von Heiligen auf goldenen Stühlen Sitzend Kein … Weiterlesen

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„Zwei Särge, doch ein Grab, so soll es sein“ – Karl May für seine Klara zur Verlobung und Hochzeit: zwei Gedichte.

Das erste Gedicht schrieb der 41-jährige Karl May 1903 seiner zweiten Frau Klara zur Verlobung: Wir strebten beide Hand in HandZum Himmel auf und seinen Sternen,Doch ist’s nicht leicht, nach jenem LandDie rechte Wanderschaft zu lernen.Es gibt der Wege allzuviel,Doch … Weiterlesen

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Ein Leben, fast wie ein Karfreitag: Georg Trakl

  Seine Augen standen ganz fern. Er war als Knabe einmal schon im Himmel. Darum kamen seine Worte hervor Auf blauen und weißen Wolken. Wir stritten über Religion, Aber immer wie zwei Spielgefährten, Und bereiteten Gott von Mund zu Mund. … Weiterlesen

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Augen in der Großstadt können Seelenaugen sein. Tucholsky und Kästner vermitteln die Bedeutung der Schwesterseele für unser Leben.

Die von Ernst Bender herausgegebene und v.a. als Schulbuchausgabe gedachte Gedichtanthologie Deutsche Dichtung der Neuzeit (Gedichte ab dem Mittelalter) kennt – zumindest in meiner Auflage – einen Kurt Tucholsky nicht. Die in Schulen wohl meist verbreitetste Gedichtanthologie, der echtermeyer/wiese, kennt … Weiterlesen

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„Einmal wandert Läuten durch mich hin“ – Gertrud Kolmar weiß um ihre wahre Heimat und ihre Schwesterseele.

Liest jemand an heißen Spätsommertagen Gedichte? Eher nicht. Aber es drängt mich, dieses Gedicht von Gertrud Kolmar dennoch zu veröffentlichen und jemandem, der doch liest, mitzuteilen. Es ist eines meiner Lieblingsgedichte von ihr; sie schrieb es in jenem poetisch für … Weiterlesen

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Wenn eine Faust-Stelle uns den Wert grammatikalischen Bewusstseins erkennen lässt. – Gegen den Wort-Werte-Verfall unserer Facebook und Twitter-Zeit.

Wie hilfreich Grammatik-Verständnis für die Wertschätzung einer Faust-Stelle sein kann. Manchem wird in Vergessenheit geraten sein, dass es im Deutschen zwei Arten von Passiv gibt, das Vorgangspassiv und das Zustandspassiv. Ersteres kennt fast jeder: Präsens Aktiv: Ich befreie – Passiv: … Weiterlesen

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