Augen in der Großstadt können Seelenaugen sein. Tucholsky und Kästner vermitteln die Bedeutung der Schwesterseele für unser Leben.

Die von Ernst Bender herausgegebene und v.a. als Schulbuchausgabe gedachte Gedichtanthologie Deutsche Dichtung der Neuzeit (Gedichte ab dem Mittelalter) kennt – zumindest in meiner Auflage – einen Kurt Tucholsky nicht. Die in Schulen wohl meist verbreitetste Gedichtanthologie, der echtermeyer/wiese, kennt einen Tucholsky ebenfalls nicht, van Rinsums Geschichte der deutschen Literatur in Beispielen nennt den Namen Tucholsky (aus Versehen) einmal en passent. Immerhin widmet ihm Reclams Dichterlexikon einen Artikel und in Reich-Ranickis 1000 deutschen Gedichten ist er mit dreien vertreten.

Klar, es gibt ein Leben ohne Tucholsky, in der Weimarer Republik allerdings war das undenkbar. Wer lesen konnte, kannte Ignaz Wrobel oder Peter Panter oder Theobald Tiger oder Kaspar Hauser – Namen, hinter denen sich Kurt Tucholsky verbarg – mit seinen mehr als 3000 Arbeiten in über 90 Zeitungen und Zeitschriften. Er war ein oftmals unbeliebter Spötter, Satiriker, Feuilletonist, Theater- und Literaturkritiker; er schrieb Chansons, Gedichte, Glossen und Reportagen und wandte sich mit Verve gegen die „bürgerliche Kunstduselei“ und „Salon-Unterhaltung“ – seinem Gedicht Gesang der englischen Chorknaben verdankte er 1928/29 einen Prozess wegen Gotteslästerung. Schreiben war für ihn „Zeitaufgabe“, nicht „Ewigkeitswert“. Kunst sollte für ihn „Tendenz“ sein; er war der neue Typus des hellwachen, allem Antidemokratischen sich entgegenstemmenden Schriftstellers, ein Pazifist und Antimilitarist, seine Waffe war die Schreibmaschine – umso mehr, als er im 1. Weltkrieg (er diente von 1915-1918), als man ihm ein Gewehr aushändigte, dies gegen eine Hüttenwand lehnte, wie er selbst schreibt, und wohl „vergaß“. Stets war er bereit, mit spitzer Feder auf alle möglichen Weisen zu publizieren und sein So nicht dem aufkommenden Nationalismus entgegenzuschleudern. Ab 1931 verstummte er zunehmend; 1933 veröffentlichte er zum letzten Mal. In diesem Jahr waren auch seine Bücher verbrannt und die deutsche Staatsbürgerschaft war ihm aberkannt worden. Gut, dass er schon seit 1929 In Hindås bei Göteborg lebte. Er beteiligte sich nicht mehr an den literarischen Aktivitäten der im Exil lebenden Schriftsteller. Zu seinen Atemwegs- und Lungenerkrankungen war ein Magenleiden hinzugekommen, das sicherlich zu seiner Resignation und Depression – an ihr war er schon Anfang der Zwanziger Jahre erkrankt – beitrug. Dass er Selbstmord begangen habe, gilt heute nicht mehr als gesichert. Man fand ihn am 20. Dezember 1935 im Koma liegend in seinem Haus. Es ist durchaus möglich, dass er einer fehlerhaften medikamentösen Dosierung  zum Opfer fiel. In jenem Krankenhaus, indem er schon mehrfach wegen seines Magenleidens stationär behandelt worden war, erlag er einen Tag später seinem Leiden, wenige Tage vor Weihnachten. Mag sein, dass seine so oft so scharf gewürzten und gepfefferten Worte auch den eigenen Magen zu sehr angegriffen haben; zu oft mag ihm die Galle übergelaufen sein.

In seinem letzten Brief an den nach Palästina emigrierten Schriftsteller Arnold Zweig schrieb Kurt Tucholsky:

„Das ist bitter, zu erkennen. Ich weiß es seit 1929 – da habe ich eine Vortragsreise gemacht und „unsere Leute“ von Angesicht zu Angesicht gesehen, vor dem Podium, Gegner und Anhänger, und da habe ich es begriffen, und von da an bin ich immer stiller geworden. Mein Leben ist mir zu kostbar, mich unter einen Apfelbaum zu stellen und ihn zu bitten, Birnen zu produzieren. Ich nicht mehr. Ich habe mit diesem Land, dessen Sprache ich so wenig wie möglich spreche, nichts mehr zu schaffen. Möge es verrecken – möge es Rußland erobern – ich bin damit fertig.“

Die Verbitterung und Resignation, die in seinen Worten erkennbar ist, ist auf der einen Seite verständlich und jeder von uns mag einfach nur dankbar sein, damals nicht gelebt haben zu müssen. Sie mögen aber auch sein zunehmendes Kranksein erklären, wobei man auch nicht vergessen sollte, dass er, wie schon erwähnt, bereits 1922 akut an einer Depression erkrankt war.

Einen Mann jedenfalls, der zu den bedeutendsten Publizisten und Schriftstellern der Weimarer Republik zählte, zu unterschlagen, wie es einige Wissenschaftler wiederholt taten, ist eines Germanisten und Literaturkundigen unwürdig (mit Verlaub, ich kann mir nicht vorstellen, dass dies unabsichtlich geschah). Einige seiner bekanntesten Gedichte habe ich hier in einer subjektiven Auswahl wiedergegeben; gewiss sind sie in ihrer Gesamtheit nicht vom Schlage eines Goethe, Rilke oder Heine; mir persönlich ist das egal, ich mag sie. Seine Erzählungen Rheinsberg – sie machte ihn deutschlandweit bekannt –  und Schloss Gripsholm ebenso wie einige Satiren und zahlreiche Gedichte sind auf Gutenberg nachlesbar. Wer über ihn mehr wissen möchte, lese den ausführlichen und meines Erachtens gelungenen Wikipedia-Artikel.

Anzumerken bleibt noch, dass Tucholsky aus einem jüdischen Elternhaus stammt. Er trat allerdings 1918 zum evangelischen Glauben über und kritisierte Juden und ihren mangelnden Widerstand gegen das NS-Regime deutlich. Zudem war er recht aktiver Freimaurer, gehörte zu der Berliner Loge Zur Morgenröte und war während seiner Pariser Zeit dort  in zwei Logen Mitglied. Dass er die Kirchen und ihre Rolle in der Weimarer Republik zum Teil heftiger Kritik unterzog, mag für einen Freimaurer vielleicht nicht typisch gewesen sein, es widerspricht aber auch nicht dem diesbezüglichen Engagement, das ausgerichtet war und ist auf die Verwirklichung von Tugenden und die Entwicklung der Seele. Tucholsky muss also im Grunde auch in diese Richtung hin sich orientiert haben.

Mich persönlich beeindruckt ebenfalls, wie sehr dieser Mann sich für bürgerlich freiheitliche Rechte einsetzte und frühzeitig die Gefahr durch den Nationalsozialismus erkannte, auch erkannte, dass dies kein rasch vorübergehendes Phänomen sei, wie einige glauben machen wollten.

Mich beeindruckt ebenfalls, wie viele literarische Genres er beherrschte, wie gekonnt er sich in unterschiedlichen Stilbereichen bewegte. Einfühlsam geschrieben sind Gedichte, in denen er das Verhältnis von Mann und Frau beleuchtet. Tucholsky, dessen erste Frau sich von ihm trennte, weil sie nicht, um ins Bett zu kommen, über andere Frauen hinwegsteigen wollte, wie sie schrieb, hatte im Übrigen ein durchaus modernes Frauenbild – unabhängig davon, dass er sich offensichtlich, was sein libidinöses Engagement betrifft, nicht sonderlich einschränkte; eine seiner Geliebten, die ein Buch mit dem Titel Ich war Tucholskys Lottchen veröffentlichte, hat ihn immerhin als Erotomanen bezeichnet (vielleicht war das auch vor allem die gezielte Rache einer Ex).

Eines dieser Gedichte, das mein Verhältnis zu ihm neben Der Graben mit am meisten geprägt hat, ist

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
Mit deinen Sorgen:
……..da zeigt die Stadt
……..dir asphaltglatt
….im Menschentrichter
….Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? vielleicht dein Lebensglück…
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
……..Ein Auge winkt,
……..die Seele klingt;
….du hasts gefunden,
….nur für Sekunden…
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider;
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück…
vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
……..Es kann ein Feind sein,
……..es kann ein Freund sein,
……..es kann im Kampfe dein
……..Genosse sein.
….Er sieht hinüber
….und zieht vorüber…
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

Ich finde, wie gekonnt Tucholsky diesen einen Augenblick im Rahmen einer Alltagssituation einfängt, wie er fast wie selbstverständlich ihn erweitert auf das ganze Leben und ein Auge, das winkt, die Seele zum Klingen bringen lässt, das macht das Besondere dieses Gedichtes und seines Verfassers aus.

Wenn mich ein Gedicht anspricht, dann interessiert mich natürlich, ob sich das an einem bestimmten inhaltlichen Aspekt festmachen lässt – dazu später mehr.

Doch auch formal ist das Gedicht herausragend, wie ich finde, gestaltet. Mit am wirkungsvollsten sind die alternierenden Hebungszahlen des jambischen Metrums schon in den ersten vier Versen: der erste ist dreihebig (also mit drei betonten Silben – Wenn dú zur Árbeit géhst), der zweite zweihebig (am frúhen Mórgen) und der dritte und vierte wiederholen das. Die besondere Wirkung unterstützt, dass Vers 1  und 3 männlich enden – der Akzent liegt auf der letzten Silbe -, Vers 2 und 4 weiblich auslaufen, also auf einer unbetonten schließen.

Das zieht sich durch alle drei Strophen hindurch; dieser Rhythmus ist fast einzigartig und beeindruckt unser Empfinden erheblich, ohne dass dem Leser dies bewusst sein muss.

Es folgen vier zweihebige Verse (da zeígt die Stádt …), die ersten beiden enden männlich, die nächsten beiden weiblich.

Beeindruckend ist die Vielzahl der formalen Mittel, die einen hohen gestalterischen Willen des Autors erkennen lassen und, das sollte man nie übersehen, auch wenn man sie nicht bewusst erkennt, einen Leser beeinflussen. Jede Alliteration verstärkt die Tiefenwirkung von Worten so, wie eine Anapher einen ggf. aufmerken lässt oder eine Personfikation den wirkmächtigen Eindruck verstärken kann. Letzteres liegt beispielsweise vor in der Stadt, die zeigt (I,5), wobei das Wie durch einen Neologismus, eine Wortneuschöpfung (asphaltglatt) besondere Beachtung erhält, vor allem, da ihr Eindruck durch den A-Vokalimus verstärkt wird.

Für die folgenden Verse möchte ich vor allem auf den vorletzten der ersten Strophe verweisen – er sticht ohnehin durch seinen Fragecharakter hervor: Auf einmal findet sich ein Trochäus, die erste Silbe ist betont, es folgt durchweg betont-unbetont, betont-unbetont . . .   Dieser Trochäus ist verbunden mit jener bereits erwähnten rhetorischen Frage, in der auffallend der A-Laut dominiert und in der die W-Alliteration (Was war) das leise irritierende Moment verstärkt – Vielleicht dein Lebensglück? – eine Frage, die zu denken gibt … Die letzte Zeile, die refrainartig immer wieder auftaucht, nimmt das v von vielleicht alliterativ in vorbei, verweht wieder auf. Das klingt nach einem Hauch von Vergänglichkeit, auf den sich die Seele des Lesers kurz einstellen mag. Umso mehr überrascht diese Ausschließlichkeit der Schlussaussage: nie wieder – keine Diskussion!

 

 

 

Doch sind das keineswegs die einzigen Wirkungsmechanismen: da findet sich die den Leser einbeziehende Du-Ansprache, das anaphorisch in Zeile 3 wieder aufgenommene wenn, die parallel nachgestellten adverbialen Bestimmungen am frühen Morgenmit deinen Sorgen, die Wortneuschöpfungen asphaltglatt und Menschentrichter – letztere ist zugleich eine Metapher, ein sehr ungewöhnliches Bild, das das Zusammengepferchtsein der Menschen in der Großstadt anschaulich vermittelt -, die M-Alliterationen in Menschentrichter – Millionen, der bis ins grammatikalische Detail parallele Gleichlauf von zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die asyndetische, das heißt ohne Konjunktion gereihte Aufzählung (die Braue, Pupillen, die Lider) – Weiteres wurde schon angesprochen.

Es wäre falsch anzunehmen, dass nicht jedes Detail uns beeinflusst. Wenn Dir jemand begegnet und an den Kragenwinkeln finden sich zwei aufgenähte Knöpfe, registrierst Du das genauso wie die Bluse, die für Deinen Geschmack einen Knopf zu weit aufsteht und alles andere entgeht Dir nur scheinbar; in Hypnose könntest Du ziemlich sicher so ziemlich alle weiteren Details nennen. Dein Inneres entscheidet auch ohne Dein Bewusstsein, ob also die Person für Dich stimmig ist oder nicht, langweilig oder anziehend, lat. attraktiv. – So ist es auch mit einem Gedicht. Manches erschließt sich allerdings erst auf einen zweiten oder dritten Blick – das ist wie bei Menschen, die uns begegnen: mancher Langweiler entpuppt sich als ein Mensch mit Tiefgang, mancher Turbo-Typ als ein aufgeblasener Wicht.

Was mir – und ich nehme hier einen Aspekt unter einigen anderen heraus – auffällt, ist, dass auf einmal in der dritten Strophe dieses Modalverb musst auftaucht. Das nimmt für mich mit einem Schlag, verbunden mit dem Motiv des Wanderns, das doch gar nicht  zu einer Stadt passen will, alle mögliche Leichtigkeit heraus und bringt eine gewisse Schwere hinein. Verstärkt wird dies dadurch, dass diese Strophe nicht, wie die vorhergehenden, 12 Zeilen umfasst, sondern 15. – Warum z.B. erhält Was war das? auf einmal eine Extra-Zeile? Ehrlich gesagt will mir auch nicht so recht passen, dass Brauen, Pupillen und Lider als ein Stück bezeichnet werden, ein Stück Menschheit. Auch diese Aufzählung von Feind, Freund, Kampfgenosse unterstützt für mich nicht gerade eine Leichtigkeit des Seins.

Es gehört für mich zu der Charakteristik dieses Gedichtes, dass es solch einen schönen Moment enthält, dass nämlich ein Auge winkt und die Seele klingt, ein Augenblick, der sich schon in der ersten Strophe andeutete, und dass dieser Moment, obwohl in der dritten Strophe einiges Desillousionierende unterwegs ist, über das Ende des Gedichtes hinausreicht. Ein Auge, das die Seele zum Klingen bringt, das tönt in mir nach und prägt meinen Blick auf dieses Gedicht, ungeachtet eines leise anklingenden depressiven Zuges.

Das gilt umso mehr, seit ich ein Kapitel bei M.O. Aivanhov gelesen habe in seinem Buch Liebe und Sexualität, das sich dem, was in der Esoterik als Dualseele und in der spirituellen Literatur als Schwesterseele bezeichnet wird, widmet. Es ist, als ob er das Gedicht Tucholskys und Kästners auf einer erweiterten Ebene kommentieren wollte.

Das Phänomen der Dual- bzw. Schwesterseele beantwortet letztendlich die Frage, ob es tatsächlich einen Menschen gibt, der ganz allein zu mir gehört, zu einem Mann eine Frau, zu einer Frau ein Mann – für Platon gibt es noch ein zweites und drittes Geschlecht: Mann-Mann, Frau-Frau. Damit ist eine der fundamentalen Quellen angesprochen, die auf dieses Phänomen Bezug nehmen, die zweite entscheidende Quelle ist die Bibel im Rahmen der zweiten Schöpfungsgeschichte und ich vermute, es gibt auch in der Kabbala noch Bezüge zu diesem Thema.

Auffallend ist jedoch wie oft in Mythen und in der Literatur darauf Bezug genommen wird, ob in Marc Levys Sieben Tage für die Ewigkeit oder in Marion Zimmer Bradleys Die Nebel von Avalon: Definitiv ist in beiden Büchern die andere Hälfte unserer Seele ein zentrales Thema; auch Schiller nimmt auf sie in einem seiner Laura-Gedichte – Reminiszenz überdeutlich Bezug.

Zum Abschluss füge ich noch das Gedicht Kästners ein und verlinke mein Video ab jener Stelle, ab der ich auf die Thematik der Schwesterseele einzugehen beginne inclusive der Verweise auf litarische Quellen und das Nibelungenlied. Wer nur die Passage aus dem Aivanhov-Buch sich anhören möchte, der verwende die  zweite You-Tube Verlinkung (siehe unten)

  • Verlinkung inclusive der Verweise zu literarischen Quellen und dem Nibelungenlied (ab 26.42´):

  • Verlinkung ab der Aivanhov-Passage (ab 35.50´):

 

 

Fehlt noch das Kästner-Gedicht, auf dem Hintergrund des oben Geschriebenen und Gehörten ein eindrucksvolles Dokument von einem Autor, der sich sehr wahrscheinlich nie mit der oben angesprochenen Thematik auseinandergesetzt hat und doch mit seinem letzten Satz im Grunde keinen Zweifel lässt, dass auch er an diese ewige Liebe glaubt:

 

Erich Kästner
Ein Beispiel von ewiger Liebe

Im gelben Autobus ging’s durch den Ort.
Schnell hinein. Schnell heraus.
Erstes Haus. Letztes Haus.
Fort.

Hab ich den Namen vergessen?
Ob ich ihn überhaupt las?
Es war eine Kleinstadt in Hessen,
zwischen Reben und Gras.

Du standest am Gartenrand,
als du mich plötzlich erblicktest.
Zärtlich hob ich die Hand.
Du nicktest.

Darf ich nicht Du zu dir sagen?
War keine Zeit dazu,
lang um Erlaubnis zu fragen.
Ich sag du.

Ich wünschte so sehnlich,
ich stünde bei dir.
Ging dir’s nicht ähnlich?
Ging dir’s wie mir?

Der Zufall hat keinen Verstand.
Es heißt, er sei blind.
Er gab und entzog uns hastig die Hand,
wie ein ängstliches Kind.

Ich bin entschlossen, fest daran zu glauben,
daß du die Richtige gewesen wärst.
Du kannst mir diese Illusion nicht rauben,
da du sie nicht erfährst.

Du lehntest lächelnd am grünen Staket.
Es war im Taunus. Es war in Hessen.
Ich habe den Namen des Orts vergessen.
Die Liebe besteht.

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