Phantastischer als Pharao! – An unsere ägyptischen Seelen.

Das Upgrade dauerte und dauerte. Ich griff zu einem Gedichtband und schlug zufällig ein Rilke-Gedicht, das mir bis dato unbekannt war, auf. Es war eines, das man liest und ihm vielleicht Respekt zollt, weil es ein Rilke-Gedicht ist (da muss es natürlich toll sein). Ansonsten wäre es vermutlich keines, an dem man länger hängenbleibt.

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Gemieden von dem Frühherbstmorgen, der
mißtrauisch war, lag hinter den versengten
Hauslinden, die das Heidehaus beengten,
ein Neues, Leeres. Eine Stelle mehr,

auf welcher Kinder, von Gott weiß woher,
einander zuschrien und nach Fetzen haschten.
Doch alle wurden stille, sooft er,
der Sohn von hier, aus heißen, halbveraschten

Gebälken Kessel und verbogne Tröge
an einem langen Gabelaste zog,
um dann mit einem Blick als ob er löge
die andern anzusehn, die er bewog

zu glauben, was an dieser Stelle stand.
Denn seit es nicht mehr war, schien es ihm so
seltsam: phantastischer als Pharao.
Und er war anders. Wie aus fernem Land.

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Ich hätte vermutlich auch rasch weitergeblättert, wenn ich nicht an einem Wort hängengeblieben wäre, das mich, seitdem ich von Tut ench Amun geträumt habe, nicht mehr so schnell weiterblättern lässt. Ich hatte damals – es mag wohl mittlerweile mindestens 25 Jahre her sein – Philipp Vandenbergs Der vergessene Pharao gelesen, ein Buch über die Entdeckung und Öffnung des Grabes des so jung verstorbenen Pharaos, der vor über 3 Jahrtausenden gelebt hatte. Drei Kapitel darin widmen sich äußerst seltsamen Todesfällen, die sich im Zusammenhang mit der Grabfindung und -öffnung des jungen ägyptischen Herrschers ereignet hatten: Lord Carnarvon, der 15 Jahre lang die Ausgrabungen maßgeblich mitfinanziert und den Archäologen Carter unterstützt hatte und ständig um ihn herum gewesen war, starb nach 12-tägigen unerklärlichen Fieberanfällen. Seiner schottischen Haushälterin verdanken wir das Wissen um seine letzten Worte: Ich habe seinen Ruf vernommen, ich folge ihm.

Carnarvon starb in Kairo zwischen 1 und 2 Uhr nachts; zeitgleich starb 35oo Kilometer entfernt auf seinem Schoss Highclere südlich von London unerwartet sein Lieblingstier, die Foxterrierhündin Susan. Als der Sohn des Lord vom Tod seines Vaters informiert wurde – er war wegen dessen bedenklichem Gesundheitszustand nach Kairo gereist – und zu dessen Zimmer eilte, gingen, als er die Tür öffnete, im Hotel alle Lichter aus. Wie er tags darauf erfuhr, war in jener Nacht nicht nur das Hotel, sondern ganz Kairo eine Stunde lang ohne Strom, wobei man die Ursache nie fand.  Die unheimliche Serie der Todesfälle von Personen, die im Zusammenhang mit der Ausgrabung und Graböffnung Tut ench Amuns standen und auf die Vandenberg über mehrere Seiten hin eingeht, machte mich damals sehr betroffen. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, war, dass der Autor bereits ein Buch mit dem Titel Der Fluch des Pharao geschrieben hatte, in dessen Zentrum der rätselhafte Tod von 30 Archäologen steht. 

Die Frage, ob es tatsächlich Flüche gibt, die so lang anhaltend wirken können und mit Hilfe deren die damals Lebenden wertvolle Grabstätten schützten, mag jeder für sich beantworten.

Verständlich jedenfalls, dass ich wie elektrisiert war, als ich im Traum die Worte Tut ench Amun ruft dich so deutlich vernahm, als ob sie jemand direkt zu mir gesagt hätte. Ich weiß noch, dass ich unmittelbar danach aufwachte und sofort hellwach war, so dass ich den Klang der Stimme in meinem Inneren noch hörte (ich habe sie damals übrigens noch tagelang gehört, so eindrücklich war sie).

Natürlich werden die meisten sagen: Klar, du hast das Buch gelesen; da ist ja auch von einem Rufen des Tut ench Amun die Rede; das hast Du verarbeitet.

Das mag sein, jedoch war es nicht das erste Mal, dass mir solche Geschehnisse begegnet waren und ich erinnere mich, dass ich, als ich über viele Wochen meine Träume aufschrieb, auch einen notierte, in dem Personen, die in meinem Leben erst Jahre später eine sehr bedeutsame Rolle spielen sollten, vorkamen. Ich weiß noch, dass sich, als die geträumten Geschehnisse eingetreten waren, im Lehrerzimmer zwei Kollegen in meiner Gegenwart darüber unterhielten, ob man Ereignisse in Träumen vorwegträumen könne. Beide lehnten das ab. Ich erinnere mich deshalb noch so genau daran, weil einer der beiden ein Religionslehrer war und ich bei mir dachte: Sag mal, in der Bibel kommen doch immer wieder Träume vor, die Geschehen vorwegnehmen. Seltsam, dass ausgerechnet du daran nicht glaubst! – Damals habe ich mich nicht in das Gespräch eingemischt; viele Menschen müssen so etwas erlebt haben, um zu wissen, dass es das gibt. Glauben wollen manche das nicht, auch wenn sie Kindern ständig von der Bibel erzählen. Jedenfalls hatte ich damals schon gelernt, dass es nervenschonender ist, einen Kopfgesteuerten nicht davon überzeugen zu wollen, dass zu weiten Teile seiner Seele sein Verstand keinen Zugang hat.

Zu Beginn las ich die erste Strophe des Die Brandstätte überschriebenen Gedichts gar nicht wie ein solches. Dass tatsächlich im ganzen Gedicht durchgehend ein fünfhebiger Jambus vorliegt, fällt einem erst auf, wenn man sich wirklich um die Analyse des Metrums kümmert. Unbetont – betont ist fünfmal in jedem Vers die Abfolge der Versfüße, wobei allerdings in den Versen 2 und 3 der ersten Strophe gleich zu Beginn der Zeile Tonversetzungen vorliegen, denn mísstrauisch und Haúslinden ist nun mal von der Betonung her kein jambisches Wort, werden doch beide auf der ersten Silbe betont.

Das wirft einen als Leser gleich aus einer betulischen lyrischen Bahn. Hinzu kommt, dass die beiden ersten Substantive, der Frühherbstmorgen als ein abstraktes und die Hauslinden als ein konkretes, personifiziert, also verlebendigt sind, und zwar nicht gerade stimmungsfördernd, ist doch der Frühherbstmorgen misstrauisch und die Hauslinden beengten das Heidehaus. 

Eigentlich wäre es für die Logik des zeitlichen Geschehens stimmiger gewesen, wenn die Tatsache, dass die Hauslinden das Heidehaus beengten, im Plusquamperfekt gestanden wäre, denn das Gebäude gibt es nicht mehr, so hatten die Linden es eigentlich beengt. Jedenfalls war ich über Rilkes grammatische Wahl irritiert, denn auf seine Weise liegt der Brand gleichsam auf einer zeitlichen Ebene mit dem Geschehen in dem Gedicht, der Tatsache also, dass Kinder unbekannter Herkunft, die das lyrische Ich also nicht kennt, sich in der Brandruine herumtrieben und nach übrigen Fetzen haschten. – Beide Ereignisebenen sind im Präteritum gehalten.

Oft mache ich es so, dass ich mich einem Gedicht nähere, indem ich es wie einen Traum sehe und verstehe. Im Traum sind ja Personen gleichen Geschlechts Schattengestalten unseres Inneren und die des anderen – in meinem Fall folglich des weiblichen – Aspekte der Anima, der weiblichen Seite in mir als Mann. In jenem Traum, der die oben erwähnte Begegnung späterer Zeit vorwegnahm, saß ich zu Beginn mit einem älteren Mann auf einer Art Bank am Fuße jener Straße, die steil den Berg hochging, auf der ich zwei Menschen treffen sollte. Im Traum würde ich anlässlich ihrer Begnung mit dem Fahrrad, auf dem ich fuhr, fast stürzen, was sich dann in meinem Leben auf eine andere Weise ebenfalls wiederholen sollte und bezeichnend für den Charakter der Begegnung war.

Mit dem älteren Herren saß ich damals ganz ruhig am Fuß des Berges und unterhielt mich mit ihm. In der Traumpsychologie verkörpert er nun nicht einen Schatten, sondern den Archetypus des weisen Alten. Heute bin ich überzeugt, dass das Gespräch mit ihm sehr, sehr wichtig für mich war und dass er mich darauf vorbereitete, dass in der Folge mein Leben ziemlich aus dem Lot geraten würde.

Dem lyrischen Ich des Gedichtes, das ja als Berichterstatter des Geschehens sehr im Hintergrund bleibt, begegnen Kinder, die es nicht kennt; fast wirken sie heimatlos, einfach ins Geschehen gesetzt, ohne Bezug zu dem Ort. Im Traum würden sie innere Kinder des Träumenden repräsentieren und eine Aussage über dessen Kindheit und verdrängte oder gern wahrgenommene Anteile machen. Seltsam, wie unverbunden sie hier mit dem Ort sind; nur scheinen sie dem Sohn großen Respekt entgegenzubringen.

Sind schon die ersten sechs Zeilen ungewöhnlich, so nimmt das Gedicht ab der Zeile 7 eine  ungewöhnliche Wendung: der Sohn der Familie, die in dem abgebrannten Haus gewohnt hatte, tritt auf. – Die Kinder reagieren sofort auf ihn. Und das Seltsame ist: Das Geschehen scheint nicht sich nicht nur einmal zu ereignen, sondern oft. Denn sooft er aus den halbveraschten Gebälken Kessel und verbogne Tröge zieht – warum tut er das? – werden die Kinder still, als ob ein besonderes, ein besonders symbolträchtiges Geschehen ablaufe. Man hat den Eindruck, als ob er die Kinder – es ist von den andern die Rede; sind nur die Kinder da? – überzeugen müsse, dass da tatsächlich einmal ein Haus gestanden sei, ein Heidehaus.

Und es wird von dem Mittel berichtet, mit dem der Sohn die andern überzeugen will, dass hier einmal ein Haus gestanden sei – es scheint notwendig zu sein, das so zu tun, die Kinder und die andern scheinen das vergangene Geschehen vielleicht nicht  zu wissen oder nicht wissen zu wollen: Er blickt, als ob er löge.

Versuche einmal, liebe Leserin, lieber Leser, zu blicken, als ob du lögest!

Kann das ein Mittel sein, andere zu überzeugen?

Es scheint so; was mich aber noch mehr beeindruckt, ist die Idee des Vergleichs. Das ist einfach Rilke: zu blicken, als ob man löge. – Was sich im Köcher seiner Seele alles befinden mag!

Der Sohn zieht gleichsam alte Gerätschaften des Hauses an einem langen Gabelast aus der Asche.

Nun geschieht im Gedicht etwas ganz Merkwürdiges: Es folgt ein Denn. Dieses Adverb stellt einen kausalen Zusammenhang zum Vorhergehenden her. Nur tut es das nicht, wie man erwarten sollte, für die Kinder und die andern, von denen doch gerade die Rede war, sondern der Sohn selbst tut es für sich, dieses Herausziehen des alten Geräts, denn das Haus, seit es verbrannt und im Grunde nicht mehr vorhanden war, scheint ihm so seltsam.

Seltsam?

Das so im Hintergrund befindliche lyrische Ich, sagen wir: der Verfasser, lässt uns mehr wissen über das seltsam.

Seltsam ist das Haus. Seit es nicht mehr da ist. Und ist schon ein Pharao phantastisch, so ist dieses Haus im Nachhinein phantastischer als Pharao. – Wie hier diese ph-Alliteration wirkt!

Phantastischer als Pharao, das bedeutet: Wie aus fernem Land.

Kaum vertraut. Noch nie heimatlich. Dennoch aber faszinierend. Eben phantastisch.

Im Traum ist der Sohn eine Schattengestalt des Träumers. Eine wesentliche. Er ist der Sohn der Familie, die in diesem Haus wohnte.

Aus der Traumpsychologie wissen wir, dass ein Haus zumeist für das Haus der Seele steht. Ich erinnere mich an einen sehr ausführlichen Traum, in dem ich ein großes Haus betrat, in welchem ich von der nach oben führenden Treppe weit nach unten schauen konnte bis in den Keller und in Teile des Hauses, die normalerweise durch Wände verborgen sind. Als ich im Anschluss durch das Haus ging, machte ich unter anderem eine Zimmertür auf, in der ich auf zwei Personen traf, die ich gar nicht kannte. Ein sehr aufschlussreicher Traum, der mir unter anderem sagte: Mach ruhig mal die Zimmertüren auf, denn in deinem Haus befinden sich Wesen, die du nicht kennt, aber kennen solltest, solltest du doch wissen, wer sich in deinem Haus aufhält und gegebenenfalls Wesen, die da nichts zu suchen haben, hinauskomplimentieren.

In Rilkes Gedicht ist das Haus abgebrannt.

Geschrieben ist das Gedicht in Paris im Frühsommer 1908. Vorausgegangen war Rilkes zweite Russlandreise mit Lou Salome – diesmal nicht ohne Grund ohne deren Mann – von Mai bis August 1900 und vorausgegangen war auch jene Zeit in der Künstlerkolonie Worpswede, in der der damals 26-Jährige die vielleicht schönste Zeit seines Lebens verbrachte, angefüllt mit den interessantesten Begegnungen, dem Austausch mit Gleichgesinnten, mit als so lebendig empfundener Geselligkeit und nicht zuletzt der Begegnung mit Paula Becker und Clara Westhoff.

Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, geht es mir unmittelbar durch den Sinn, dass die Profile beider Frauen auf einem Bild, das ich kenne, mich an ägyptische Frauen erinnern, gerade auch an Nofretete. Vor allem gilt das für Clara Westhoff, die Rilke am 28. April 1901 heiratete und mit der er ein Haus, das er in einem Nachbardorf Worpswedes, Westerwede, gekauft hatte, bezog. Allerdings sollte das eheliche Zusammenleben nur 16 Monate währen, wobei gesagt sein muss, dass am 12. Dezember 1901 ihre Tochter Ruth das Licht der Welt erblickte  und Rilke dennoch nach Paris ging, weil er Mutter und Tochter nicht ernähren konnte. Ob das der einzige Grund war, sei dahingestellt. Als Leser seiner Biographie wird man das Gefühl nicht los, er habe  Claras Freundin Paula Becker mehr geliebt. Auffällig ist in diesem Zusammenhang jedenfalls, dass Rilke am 5. Oktober 1900, nachdem er von der Verlobung Paulas mit Otto Modersohn, einem Landschaftsmaler, gehört hatte, ziemlich abrupt aus Worpswede abreiste. Jene heiratete – offensichtlich wenig bis unbeeindruckt – am  25. Mai 1901 ihren Otto.

Clara jedenfalls musste nach der Abreise Rilkes Richtung Paris das gemeinsame Kind ihren Eltern geben und reiste dann ihrem Gatten nach Paris nach. Ihrer Lebensleistung stehe ich übrigens voller Bewunderung gegenüber, hatte sie doch ihr Leben lang finanzielle Probleme, holte sich dennoch ihr Kind zurück, erzog es und schuf auch ein beachtliches künstlerisches Werk.

Es lag wohl nicht in der Bestimmung oder im Wesen Rilkes, eine feste Beziehung einzugehen; in diese Richtung äußert er sich auch selbst. Die Beziehung zu Clara allerdings sollte ein Leben lang erhalten bleiben, wenn auch sicherlich nicht mehr  mit den Vorzeichen einer ehelichen Bindung.

All das mag nicht unerheblich sein und von  Bedeutung, wenn Rilke ein Gedicht verfasst, in dessen räumlichem und inhaltlichem Mittelpunkt ein abgebranntes Haus steht und zugleich auch ein Sohn  des Hauses, der ein bestimmtes Verhältnis zu jenem hat.

Gefühle zeigt er nicht, höchstens jenes oben angesprochene Verhalten, das ihn als einen erscheinen lässt, dem es nicht unwichtig zu sein scheint, auf seine Umgebung zu reagieren und ihr zeigen zu wollen, dass hier tatsächlich einmal ein Haus gestanden sei.

Dann aber heißt es noch von ihm, denn das Personalpronomen er bezieht sich gewiss nicht auf den Pharao, sondern auf den Sohn:

Und er war anders. Wie aus fernem Land.

Ein seltsamer Satz. Ihm voraus geht eine Zeile, die mit einer ganz harten Tonversetzung beginnt und einem fast eklatant anmutenden Enjambement, gehört doch das seltsam unbedingt zu dem so, das in der neuen Zeile steht.

Markanter kann man als Leser kaum auf etwas, was dem Verfasser wichtig ist, hingewiesen werden.

Und was ebenfalls auffällt: Zweimal finden wir ein Wort mit gleichem Stamm: andern und anders.

Fast will es so scheinen, als ob die andern und das Anderssein des Sohnes so gar nicht recht  zusammenpassen wollen.

Vielleicht ein Gedicht voller Tragik.

Ein Gedicht, das auf ägyptische Leben von Paula und Clara und Rainer Maria Rilke verweisen mag.

Mir kommt es so vor.

Auch ein Gedicht, dass das Einäschern eines Lebensabschnittes verarbeitet.

Wenn es so ist, berührt oder befremdet die Distanz, mit der es das tut.

Man muss sie nicht werten.

Es ist geschrieben von einem, der ein Leben lang unterwegs war, unterwegs sein musste. wissend von sich:

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Du weißt, dass ich ein Sucher bin.

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Hier noch einmal das Gedicht, das einen – jedenfalls mich – auf diesem Hintergrund nachdenklich zurücklässt:

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Gemieden von dem Frühherbstmorgen, der
mißtrauisch war, lag hinter den versengten
Hauslinden, die das Heidehaus beengten,
ein Neues, Leeres. Eine Stelle mehr,

auf welcher Kinder, von Gott weiß woher,
einander zuschrien und nach Fetzen haschten.
Doch alle wurden stille, sooft er,
der Sohn von hier, aus heißen, halbveraschten

Gebälken Kessel und verbogne Tröge
an einem langen Gabelaste zog,
um dann mit einem Blick als ob er löge
die andern anzusehn, die er bewog

zu glauben, was an dieser Stelle stand.
Denn seit es nicht mehr war, schien es ihm so
seltsam: phantastischer als Pharao.
Und er war anders. Wie aus fernem Land.

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PS. Das ägyptische Per aa = Pharao bedeutet übrigens großes Haus. Ein seltsamer „Zufall“.

Als ob dieser Name eine zusätzlicher wichtiger Hinweis sei.

Als ob das Haus in seiner Bedeutung größer gewesen sei, als man vermuten mag.

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Über Johannes G. Klinkmüller

Ich lebe und arbeite am Fuße der Rhön, in Bad Kissingen, und genieße die Saale, die Wiesen, den so vielfältigen Wald und die bemerkenswerten Veränderungen im Jahresverlauf. – Mein Interesse gilt, wie sich in Mythen und der Literatur die Entwicklung des Menschen spiegelt. Ohne den Prometheus in uns kommen wir nun eben mal nicht zu wahrem Bewusstsein und möglich, ja wahrscheinlich ist, dass wir als Kain Abel erschlugen; doch wenn es gutgeht, laufen wir mittlerweile auf dem Gralsweg des Parzival; dazu ist es notwendig, sich zu erlauben, wie jener den eigenen Karfreitag zu erleben. Ich glaube, dass Philosophen und Dichter früherer Zeiten ein höheres spirituelles Bewusstsein hatten, ob sie Platon, Wolfram von Eschenbach, Dante oder Goethe hießen; viel von ihrem Bewusstsein hat die Hochkonjunktur des Rationalen und des Materialismus verschüttet (eine für die Entwicklung des Menschen notwendige Phase, die nun allerdings vorübergehen sollte!). - Vor allem Michael Ende schließt an die Tradition der großen Alten an; seine "Unendliche Geschichte" beleuchtet eine mögliche Reise zu sich selbst durch die Heilung der kindlichen Kaiserin in uns. Sie steht stellvertretend dafür, dass in Menschen unserer Zeit ein entsprechendes Bewusstsein erwacht, wenn auch der Hype vom Wassermannzeitalter einer falsch verstandenen Esoterik viel Unheil angerichtet hat. - Viele der großen Dichter, heißen sie Schiller, Hofmannsthal, Rilke oder Trakl wollen auf dem Hintergrund ihrer Zeit und ihres Lebens verstanden sein und können damit Anregungen geben, uns und unsere Zeit zu verstehen. Gerade gilt mein Interesse Hölderlin und viel von mir finde ich in ihm wieder (was nicht heißt, dass ich glaube, ihm nur annähernd das Wasser reichen zu können). Es dauert noch ein bisschen, bis sich der gute Hölderlin in Posts niederschlägt :-)
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