Hölderlins „Friedensfeier” vermittelt Wert und Würde des Vaters, des Sohnes und der Mutter. (III)

Link Teil I: Ankunft des Friedensfürsten.
Link Teil II: „Auch darf alsdann das freche drübergehn“
Die bisher besprochenen Strophen I – VI vorab zum nochmal Nachlesen

In einer Familie ist der Familientisch deren Zentrum. Der Vater hat seinen Platz, die Mutter, die Kinder. Und das Mahl beginnt, wenn die Hände gewaschen sind und alle ruhig sitzen. Es ist eine Ordnung der Liebe. Kein Radiogeplärr, die Handys sind aus. Alle warten, bis der Teller von einem jeden gefüllt ist. In manchen Familien gibt man sich die Hände und wünscht sich guten Appetit.

Ich erinnere mich, dass mir ein Kollege der erweiterten Schulleitung vor mehr als zwanzig Jahren im Rahmen einer ziemlich heftigen pädagogischen Auseinandersetzung vorwarf, ich würde Kinder im Arrest Bilder malen lassen. In der Tat, ich hatte einen 11-jährigen Jungen, der sich nachmittags einfinden musste, weil er ständig irgendwelche Sachen vergessen hatte, gebeten, ein Bild zu malen – das Thema: Ordnung.

Nie wieder habe ich in der Schule solch ein zugleich aufschlussreiches und erschütterndes Bild zurückbekommen: Zu sehen war eine Lampe, schmucklos, eine Birne mit Fassung. Darunter ein Tisch, kahl. Und drumherum lagen mehrere Stühle kreuz und quer im Raum verteilt. Ich weiß gar nicht mehr, ob überhaupt einer auf seinen vier Beinen stand.

Da ich wusste, dass der Junge in Therapie war, habe ich der Mutter das Bild geschickt. Bei der Therapeutin ist es meines Wissens nie angekommen.
Die Mutter wusste wohl, dass diese mit einem Blick gesehen hätte, wo der Kern des Problems, das der Junge in die Schule trug, lag. Vermutlich hätte sie für eine ganze Weile erstmal die Eltern therapiert, wenn die mitgemacht hätten (bezüglich beider sollte man allerdings bekanntlich Steinewerfen unterlassen). Denn was der Junge gemalt hatte, war das erschütternde Bild seiner Familie. Die Unordnung der Familie spiegelte sich in seinem Schulranzen und in seinem Kopf, und all dies bildete einen elementaren Teil seiner Seele ab; in der muss es ähnlich ausgesehen haben. – Das Bild war ihr Aufschrei.

Der Verlust des Familientisches

1963 gab Alexander Mitscherlich ein Buch heraus, das wohl die wenigsten, die gerne dessen Titel zitieren, gelesen haben: Auf dem Weg in die vaterlose Gesellschaft. – Nun, da ist sie noch nicht ganz angekommen, vielmehr hat sich die Struktur unserer Familien fundamental geändert, und da, wo sie aus Mann, Frau und Kindern bestehen – mehrheitlich ist das noch der Fall -, ist signifikant, dass sich nicht nur die Rolle der Frau, sondern sehr oft die Rolle der Väter geändert hat: Die Zeiten, wo der Vater heimkam, die Pantoffeln anzog (die er sich gern auch bringen ließ), die Füße hochlegte und den Feierabend genoss, sind vorbei. Kaum jemand wird ihnen ernsthaft nachtrauern. Was sich aber auch geändert hat, ist, dass es den Familientisch kaum mehr gibt und ich habe noch die Aussage einer Mutter mehrerer schulpflichtiger Kinder im Ohr: „Ich gucke, dass wir wenigstens am Samstag mal alle zusammen sind.”

Die westlichen Gesellschaften sind so sehr mit der Kreation neuer Lebensstile und ethischer Modetorheiten beschäftigt, dass nur wenige mitbekommen haben, dass nicht so sehr das Problem für die Existenz von Familien die Zunahme der Alleinerziehenden ist, sondern der Verlust der Bedeutung des Vaters, der Verlust der Bedeutung der Mutter, der Verlust des Familientisches.

Damit einher geht der Verlust des Männlichen und des Weiblichen.

Lassen Sie mich das an zwei Beispielen deutlich machen. Fast jeder hat das Bild noch vor Augen: CSU-Parteitag, November 2015, die Rede Angela Merkels ist vorbei, da lässt Horst Seehofer vor dem gesamten Saal und laufenden Fernsehkameras die Kanzlerin neben sich wie ein Schulmädchen aussehen.  Und viele sehen sie noch vor sich: Angela Merkel, ziemlich überrumpelt, beschränkt auf Versuche mimischen Kommentierens. Für mich doch etwas überraschend, wie sehr sie in ihrer Körperhaltung tatsächlich die Schulmädchenrolle übernahm.

Über diese Situation ist viel gesprochen und geschrieben worden; ich habe allerdings nicht einen einzigen Artikel gelesen, der in den Vordergrund gestellt oder auch nur angesprochen hätte, dass man als Mann so mit einer Frau nicht umgeht: sie dermaßen bloßzustellen, wissend, dass sie überrumpelt sein und sich kaum wehren wird oder kann. – So verhält sich kein wirklicher Mann.

Mir fallen da spontan auch diverse Hochzeitsbilder ein, die ich im Internet wiederholt gesehen habe, wo der Mann neben seiner Braut steht, zumindest eine Hand in der Hosentasche, wenn nicht gar beide.
Das hat wenig mit Knigge zu tun, sondern mit einer Körpersprache, die für die Braut nichts Gutes ahnen lässt und eindeutig ist. Seehofers Verhalten war vergleichbar rüpelhaft.

Dass der Bayer über Jahre ein Mutterproblem an Angela Merkel abgearbeitet hat, sieht vermutlich manch einer auch so. Wenn ich bedenke, wie er immer wieder aus München Richtung Berlin und Kanzlerin nachtrat, dann wieder auf versöhnlich machte, um bei nächstbester Gelegenheit wieder zu zoffen, dann spürten nicht wenige, dass dem primär keine politische Ursache zugrunde liegt, sondern dass sich da ein großer Bub launisch ausagiert, der in Wahrheit, auch wenn das seine Körpergröße nicht vermuten lässt, nie erwachsen geworden ist. – So verhält man/Mann sich nicht.

Seehofer ist allerdings nicht der einzige Muttertreter und damit Frauentreter in unserer Gesellschaft.

Mancher wird den seelisch-geistigen Zusammenhang nachvollziehen: In vielen indianischen Kulturen war es unvorstellbar, dass man Mutter Erde bespuckt oder auf sie herab die Nase schnäuzt, wie es landauf landab vor allem auf den Fußballplätzen – Bayern Münchens Ribéry ist in Letzterem ein Experte – der Fall ist. – Ich bin übrigens gespannt, wann dieses Verhalten auch im Frauenfußball Einzug hält. Noch ist es nicht der Fall. Möglich aber auch, dass Frauen obiger Zusammenhang unbewusst zurückhält.

Um aber bei Angela Merkel zu bleiben, die für mich als personalisierte Stagnation und Konzeptionslosigkeit ein politischer Alptraum ist und in Bezug auf die ich wünschte, sie hätte die politische Bühne schon lange verlassen bzw. nie betreten:

Fassungslos bin ich, dass jemand öffentlich eine Galgenattrappe für sie zur Schau stellt und die Staatsanwaltschaft Dresden keine Handhabe sieht, gegen den freischaffenden Künstler vorzugehen, weil keine Androhung einer Straftat vorliege.

Wenn es in einem Staat keine anderen Kriterien mehr für Staatsanwälte gibt, wenn Menschenwürde zwar in der Verfassung steht, aber, wenn es darauf ankommt, nichts zählt, dann lässt das ahnen, dass noch ganz andere Dinge auf uns zukommen werden, genauer gesagt: bereits auf uns zukommen.

Ich finde es im Übrigen ebenfalls beschämend, dass ein hochrangiger Politiker dieses Landes, nämlich Sigmar Gabriel, Menschen als Pack bezeichnet, die ihre Meinung äußerten, und damit dieses Verhalten provoziert hat, was keine Entschuldigung für den Galgenbauer sein kann. Mental haben Letzteren womöglich viele unterstützt.

Politisch kann Angela Merkel ein Alptraum sein, wie groß auch immer; aber als Mann habe ich die Frau und den Menschen zu respektieren und sie weder auf der Bühne so abtropfen zu lassen noch ihr auf die angesprochene Weise an den Hals zu gehen.

Mir sind die Dimensionen des diesbezüglichen gesellschaftlichen Verlustes so recht bewusst geworden, als ich mich in Hölderlins Friedensfeier einlas. Wie voller Hochachtung da von dem Vater gesprochen wird, desgleichen auch von dem Sohn, der ohnehin sagt, dass er eins mit ihm sei. Wie schön, wenn ein Sohn seinem Vater mit solchen Worten solch eine Verehrung zuteil werden lassen kann, gewiss ein vorbildhaftes Familienleben, das deutlich macht, was denen, die sich noch auf dieser Erde entwickeln wollen, bevorsteht.

Auf eine andere Weise und auf einer menschlich viel fundamentaleren Ebene, als Mitscherlich es gemeint hat, ist diese Gesellschaft vaterlos geworden, weil sie ohne das Bewusstsein ist, das einen Vater auszeichnet, mit der er seine Familie zusammenhält. Und das Bedauerliche ist: Es ist weit und breit niemand zu sehen, der diesem Land vermitteln könnte, warum eine Gesellschaft ohne Vaterbewusstsein sich nicht positiv entwickeln kann.

Dem Urbewusstsein des Vaters kommt mit am nächsten, was Albert Schweitzer unter Ehrfurcht vor dem Leben  verstand. Und es gehört das fundamentale Bekenntnis zu einem Sohn dazu, ein Bekenntnis, welches das Christentum in ganz besonderer Weise vom Islam unterscheidet. Ein Sohn beinhaltet Entwicklung, vielleicht auch Entwicklung über den Vater hinaus. In jedem Fall bereichert der Sohn den Vater.

In der Friedensfeier finden wir dieses Bewusstsein von Vater und Sohn. Immer wieder. Auf bemerkenswerte Weise. Immer wieder sind beide Ebenen kaum trennbar. Und wir finden die Mutter zwar nur an drei Stellen recht kurz angesprochen, dafür aber gedanklich bedeutsam.

Fehlender Dank = Mangel an innerer Bildung

In den Strophen der zweiten Trias, auf die ich mich im vorausgehenden Beitrag bezogen habe, waren die Einstellungen von uns Menschen zunehmend in den Fokus gerückt und Hölderlin hat wiederholt auf die Defizite menschlichen Verhaltens verwiesen, so, was es für Folgen hat, wenn das Wilde – wir lesen davon in der fünften Strophe – zum Heiligen vordringt und dieses schonungslos preisgegeben ist, wo doch der göttlich Gebende seinerseits auf Schonung der Menschen so achtet. Fehlender Dank ist der Gradmesser dafür, wie sehr es dem Wilden noch an innerer Bildung mangelt.

Wir lesen ebenfalls, dass der Mensch fast überfordert sein mag, angemessen mit den Elementen umzugehen: Viel mehr, denn menschlicher Weise / Sind jene mit uns, die fremden Kräfte, vertrauet. (VI,4f)

Und Hölderlin mahnt den Leser zur Demut, ihn persönlich ansprechend: Und es lehret Gestirn dich, das / Vor Augen dir ist, doch nimmer kannst du ihm gleichen. (VI,6f)

In der Stille verstehen und hören sich alle!

In der dritten Trias nun führt uns Hölderlin auf Ebenen, die sich gewiss nicht im Vorübergehen erschließen.
Im Sinne von Johannes 16,12Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen – mag der Beginn von Strophe VII, die ins Zentrum menschlichen Schicksals und menschlicher Aufgaben führt, verstanden werden können:

VII
Denn längst war der zum Herrn der Zeit zu groß
Und weit aus reichte sein Feld, wann hats ihn aber erschöpfet?
Einmal mag aber ein Gott auch Tagewerk erwählen,
Gleich Sterblichen und teilen alles Schicksal.
Schicksalgesetz ist dies, daß Alle sich erfahren,
Daß, wenn die Stille kehrt, auch eine Sprache sei.
Wo aber wirkt der Geist, sind wir auch mit, und streiten,
Was wohl das Beste sei. So dünkt mir jetzt das Beste,
Wenn nun vollendet sein Bild und fertig ist der Meister,
Und selbst verklärt davon aus seiner Werkstatt tritt,
Das schönausgleichende gilt von hier an bis zum Himmel.

Jener Gott, der Tagewerk erwählt, den kennen wir aus der zweiten Strophe; da wurde er als Fürst des Festes erwartet, der sich offensichtlich gerade noch auf der letzten Etappe seiner Mission, Heldenzug genannt, befand. Über jenen erfahren wir hier mehr, nämlich, dass in dessen Rahmen Christus – er ist, im Gegensatz zu der Auffassung von Jochen Schmidt, meiner Ansicht nach der Fürst des Festes – den Sterblichen gleich ALLES Schicksal teilt und damit sich auch jenem Schicksalsgesetz unterordnete, dass ALLE sich erfahren.

Unklarheit gärt!

Insgesamt intoniert Hölderlin in der Hymne zehnmal dieses Allheits-Motiv, eine Bezeichnung, die, wie so viele ihrer Art, der Gefahr unterliegt, die Realität zu verwässern, die darin besteht, dass Gott der Alllebendige ist, dass von den Allkräftigen gesprochen wird, vom Festtag //  De(m) Allversammelnde(n) und dass alle kennbar (VIII,8) sind:

Es ist ein Grundzug dieses Festtages, dass in einem geistigen Raum, im Frieden, sich alle finden, sich alles findet. Später wird noch deutlich werden, dass diese Allheit aber eben kein großer Topf ist, in den alles hineingegeben und dann herumgerührt wird, wie das manche tun, die gern die Pantheismus-Sauce rühren, sondern dass alles dennoch als Einzelnes erkennbar bleibt.

Das ist auch der Grund, warum Hölderlin immer wieder so einen intensiven Blick aufs Detail wirft. Ein Alleinheitsgepansche, das auf intellektuellem Unvermögen oder charakterlich bedingter, bestens getarnter Bequemlichkeit besteht, hat keinen Zugang zu jenem Allheits-Verständnis, das sich jeder einzelnen Einheit bewusst ist.

Deshalb erfährt sich alles, deshalb erfahren sich alle.

Wer zu einer differenzierenden Mühe nicht bereit ist, erfüllt nicht die Voraussetzungen für Frieden, denn Unklarheit gärt.

Bemerkenswert ist vor allem, abgesehen von der angesprochenen Allheit, dass dieser Gott, der ein Gott genannt wird, daran teilhat und nicht ausgenommen ist. Und das Bemerkenswerteste ist, dass es ein lernender Gott ist, ein erfahrender; er teilt das Schicksal des alles Erfahrens. Die Auffassung, dass er schon zuvor alles wisse, lässt einen die Frage stellen, ob die Erfahrung, als Gott in einem menschlichen Körper zu sein, eine schon immer vorhandene Bewusstseins-Dimension des Göttlichen gewesen sein kann. – Ich glaube nicht. Nicht, wenn er mit den Menschen deren Zeit teilt.

Dieser Gott als ein Gott der Zeit – ich bezweifle nicht, dass es Göttliches außerhalb der Zeit gibt – ist mit unterwegs und weil er ihr Schicksal teilt, bedeutet das nichts anderes, als dass auch die Sterblichen auf einem Heldenzug (II,5) unterwegs sind, auch wenn es nicht immer danach aussieht.

Aufgrund dieser gemeinsamen Erfahrung finden alle zu einer Sprache, die sie gemeinsam verstehen, eine Sprache, die nur in Stille zu hören ist, eine Sprache fernab aller Lautsprecher und einer Akustik, die uns angeblich wirkliches Hören zu ermöglichen scheint.
Noch in der Apostelgeschichte haben wir den Tatbestand, dass die Apostel in vielen Zungen reden müssen, um sich verständlich zu machen. – Dieser Zustand wird überwunden und nicht mehr notwendig sein.

Dass alle sich erfahren, bedeutet nicht, dass alle in jeglicher Hinsicht das Gleiche tun und erleben, es mag aber sehr wohl bedeuten, dass ein Bewusstein davon besteht, dass wir alle eine gemeinsame Verantwortung tragen und grundsätzlich bei allen verstehen, was geschieht, weil es ein Teil unserer gemeinsamen Schicksals ist und dass, wie jede Zelle unseres Körpers informiert ist über alles, was im Gesamtsystem geschieht, jeder von uns per Botenstoffen, wie auch immer sie auf geistigem Feld aussehen mögen, informiert ist, was in der Welt als Erfahrung vorkommt.

Ho’oponopono – missbraucht als spiritueller Fake

Seit jener Datei, die sich im Netz in Windeseile zigtausendfach multiplizierte und in der berichtet wird von einem hawaianischen Therapeuten namens Hew Len, der eine ganze Klinik therapiert und geheilt haben soll, ohne einen der Patienten gesehen zu haben, nur, indem er sich in sie hineinversetzte und deren Schickal als sein eigenes ansah, und seit Zero Limits, das von jenem Therapeuten zusammen mit einem Hypnosetherapeuten namens Joe Vitale herausgegeben wurde, schwappt eine Ho’oponopono-Welle über den Globus, die mir fast einem spirituellen Tsunami gleichzukommen scheint. Ich verlinke zu dieser Datei und äußere mich zu Joe Vitale und Genossen dort detaillierter.

Einbezogen sehen möchte ich hier auch jenes Channeling-Unwesen, das seit ca. 20 bis 30 Jahren von Amerika her die Kontinente überzieht. Es könnte in gewisser Weise faszinierend sein, wie solch spirituelle Verwirrungen möglich sind – manchmal ist fast zu offensichtlich, dass sie erfunden sind – , wenn alles nicht in Bezug auf die Folgeerscheinungen so traurig wäre, auf welch einfache Weise es nämlich dem sogenannten Dunklen gelingt, zahlreiche Menschen seelisch zu paralysieren, wobei sich die meisten für erleuchtet oder für nahezu erleuchtet halten, zumindest aber glauben, auf dem Pfad von Licht und Liebe zu sein.

Gerade auf diesem Hintergrund wird deutlich, warum Hölderlin so wichtig ist. Er macht nicht glauben, dass es einfache Lösungen gäbe, sondern spricht von einem Heldenzug und von umfassenden Erfahrungen. Wie Hew Len zu vermitteln, man könne mit zwei suggestiven Sätzen sich selbst und die Welt retten, ist verantwortungslos. Unsere Kultur weiß im Parzvial und in der Unendlichen Geschichte beispielsweise deutlich darauf zu verweisen, wie sehr dieses Vorwärtskommen ein Kampf ist! Es mag kein Zufall sein, dass Stuart Wildes Buch Leben war nie als Kampf gedacht: mehr wie ein Wandern durch ein sonniges Tal, von einem Punkt zum nächsten nicht mehr aufgelegt wird. – Vielleicht hat der Autor selbst gemerkt, dass er damit ziemlichen Nonsense verbreitet hat, der zwar gut klingt, aber zugleich maßlos gefährlich ist, weil Menschen, die mit sich oder anderen etwas auszufechten und zu klären haben, glauben, dass das eigentlich nicht notwendig sei.

Hölderlin spricht bewusst von Streit, und das im Zusammenhang mit dem Geist – und hier ist sicherlich der göttliche gemeint (VII,7). Es ist, ohne dass das hier weiter ausgeführt werden kann, kein Widerspruch zwischen der Aussage Jesu, – Widerstehet nicht dem Bösen –  und der des Paulus: Kämpfet den guten Kampf des Glaubens.

Als Beispiel dafür mag gelten, wie streitlos, wie kampflos jene, die sich als Glaubende sehen, das Feld geräumt haben im Hinblick auf das seit mehr als tausend Jahre verbreitete Denken, es gebe einen Widerspruch zwischen Glauben und Wissen, ja, beides schlösse sich aus, wie manche akzeptieren oder gar verbreiten. Als ob die kopernikanische Wende, die Relativitätstheorie oder die Genforschung ein Widerspruch zum Glauben seien. Dringt nicht gerade die Elementarteilchenphysik in immer immateriellere Bereiche des Seins vor und beweist nicht die Genforschung, wie unendlich kunstvoll und sorgfältigst abgestimmt der Bauplan des Lebens ist?

Natürlich besteht von gewisser – nennen wir sie dunkler – Seite ein höchstes Interesse, Wissen und Glauben voneinander zu trennen. Aber wenn etwas genuin zusammengehört und wenn etwas den Weg des Glaubens hin zu wahrem Wissen erschließt, dann ist es ein gemeinsames Vorwärtsgehen von Glauben und Wissen. Dass beide nicht immer gleichauf sind oder sein müssen, ist selbstverständlich, ebenso wie, dass bei Menschen mehr das eine oder mehr das andere dominiert – was doch selbstverständlich ist. Dennoch gehören sie zunehmend zusammen, denn die menschliche Bewusstseinsqualität verändert sich und Glaubende werden sich zunehmend zum Wissen hin orientieren und Wissende zum Glauben; Einstein und Planck sind die wohl berühmtesten Beispiele. – Für einen Zusammenhang von Glauben und Wissen lohnt es sich zum Beispiel zu streiten, ja, es müsste vielmehr dafür gestritten werden. Das Bewusstsein der Menschen geht jedenfalls dahin, sich diesen Zusammenhang zu erobern.

Grundsätzlich meint Hölderlin, wenn er von streiten spricht: Der Mensch beteiligt sich. Er nimmt Teil an dem, was ihm bestimmt ist, dafür einzutreten. Wer dies bestimmt? Die höchste Instanz in ihm, sein Selbst. ich könnte auch sagen: der Archetypus des Heilands in ihm, mittlerweile allerdings halte ich die Begrifflichkeiten der analytischen Psychologie für gefährlich.

So ist es auch nur zu selbstverständlich, dass der Meister nicht aus einer Wohlfühl-Oase oder dem kosmischen Ferienbungalow tritt, sondern aus einer Werkstatt (VII,10)! Und aus jener tritt das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung, wie es im Kolosserbrief des Paulus  heißt, um anzudeuten, warum auch in der Friedensfeier von Bild – so lautet übrigens auch die wörtliche Übersetzung des griechischen Wortes bei Paulus – gesprochen ist.

Vom Gespräch zum Gesang!

Von Beginn der Zeit an, in der Sprache Hölderlins: von Morgen an, vom Orient her, seit wir ein Gespräch sind, in der Lage, zu sprechen und zu hören, haben wir viel – hier spricht Hölderlin nicht von allem! – erfahren; bald sind wir Gesang. Das bald erklärt, warum noch gar nicht von allem gesprochen werden kann – noch sind wir auf dem Weg:

VIII
Viel hat von Morgen an,
Seit ein Gespräch wir sind und hören voneinander,
Erfahren der Mensch; bald sind wir aber Gesang.
Und das Zeitbild, das der große Geist entfaltet,
Ein Zeichen liegts vor uns, daß zwischen ihm und andern
Ein Bündnis zwischen ihm und andern Mächten ist.
Nicht er allein, die Unerzeugten, Ewgen
Sind kennbar alle daran, gleichwie auch an den Pflanzen
Die Mutter Erde sich und Licht und Luft sich kennet.
Zuletzt ist aber doch, ihr heiligen Mächte, für euch
Das Liebeszeichen, das Zeugnis
Daß ihr noch seiet, der Festtag,

IX
Der Allversammelnde, wo Himmlische nicht
Im Wunder offenbar, noch ungesehn im Wetter,
Wo aber bei Gesang gastfreundlich untereinander
In Chören gegenwärtig, eine heilige Zahl
Die Seligen in jeglicher Weise
Beisammen sind, und ihr Geliebtestes auch,
An dem sie hängen, nicht fehlt; denn darum rief ich
Zum Gastmahl, das bereitet ist,
Dich, Unvergeßlicher, dich, zum Abend der Zeit,
O Jüngling, dich zum Fürsten des Festes; und eher legt
Sich schlafen unser Geschlecht nicht,
Bis ihr Verheißenen all,
All ihr Unsterblichen, uns
Von eurem Himmel zu sagen,
Da seid in unserem Hause.

Unwillkürlich kommen einem die Worte Rilkes aus dem Buch vom mönchischen Leben in den Sinn, wenn er darüber spricht , dass er sein Leben in wachsenden Ringen lebe und um Gott, den uralten Turm kreise und mit den Zeilen schließt:

und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Durchaus möglich, dass Rilke hier von Hölderlin inspiriert war, den er verehrte wie kaum einen anderen, nachzulesen in seinem Brief an N. von Hellingrath aus dem Jahr 1914: Sein Einfluß auf mich ist groß und großmüthig, wie nur der des Reichsten und innerlich Mächtigsten es sein kann.

Der Mikrokosmos Mensch ein großer Gesang, so wie der Makrokosmos eine harmonia mundi, um es mit Kepler zu formulieren, wobei wir eingedenk der Tatsache sein sollten, dass nach Auffassung führender Astrophysiker die Menschheit zu diesem augenblicklichen Zeitpunkt etwas fünf Prozent des Weltalls versteht bzw. kennt. Wie hoch die Kenntnis unserer selbst dann ist, mag jeder für sich entscheiden.

Wenn Hölderlin in Strophe VI davon spricht, dass wir den Vater kennen, so ist dabei zu berücksichtigen, dass das Gültigkeit hat für einen Bewusstseinszustand, der zutrifft auf die Teilnehmer der Friedensfeier, der aber sich grundsätzlich dessen bewusst sein mag, dass Gott immer mehr ist, als wir wissen können, zumal es doch sicherlich einen Gott gibt, der außerhalb unseres Zeitverständnisses existiert und einen, der in der Zeit mitlebt als Wort, als Logos. Schon Platon hat sich in seinem Timaios damit auseinandergesetzt, dass es einen Gott ohne alles Werden gibt und dass es eine Welt als ein wirkliches beseeltes und vernünftiges Wesen durch Gottes Vorsehung entstanden gibt.

Wenn wir uns Gottes annäherungsweise versuchen bewusst zu werden, dann bezieht sich das auf jenen, der sich uns im Rahmen der Zeit vermittelt. Jener Gott, der ohne alles Werden ist, ist für uns, so glaube ich, jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Er lebt in einer Welt, von der wir, vermute ich, nicht einmal einen Schimmer haben.

Zeichen lesen lernen – Zeit lesen lernen

Immer ist die Zeit in der Friedensfeier von großer Bedeutung; ständig ist sie zugegen, sei es in der im ersten Beitrag erwähnten Spannung zwischen Partizip-Präsens- und Partizip-Perfekt-Vorkommen der ersten Strophe, sei es in noch unauffälliger wirkenden Zeit-Adverbien wie beispielsweise schon, heute, jetzt, längst, inmitten, alsdann, nun oder der temporal verwendeten Konjunktion da.

Im ersten Vers der siebten Strophe nun ist von Gott als einem Herrn der Zeit die Rede, aktiv im Rahmen unseres Zeitverständnisses, indem er ein Tagewerk erwählt. Am Ende der Strophe wird schließlich von dem stillen Gott der Zeit geschrieben sein, den wir Menschen vielleicht erst in diesem So-Sein wahrnehmen können, weil wir ihn nun erst in Zusammenhang mit der Liebe Gesetz (VII,11) zu bringen vermögen. Dann erst wird er uns als stiller Gott erkennbar.

Schließlich ist in Strophe VIII von der göttlichen Entfaltung eines Zeitbildes die Rede, Ein Zeichen liegts vor uns (VIII,5), Ausweis eines Bündnisses zwischen Gott und anderen Mächten.

Und das habt zum Zeichen

In früheren Zeiten hatten die Menschen ein Verhältnis zu einer Zeichen-Sprache, die sich ihnen im Vogelflug zeigte, in der Wolkenbildung, im Rauch eines Feuers, in der Konstellation der Sterne; bekanntermaßen maßen sie Kometen höchste Bedeutung zu.

Das Wort Zeichen kommt im Werk Hölderlins nicht häufig vor, dafür allerdings findet es sich an wichtigen Stellen, in der Friedensfeier, in Am Quell der Donau oder in Patmos, wo es in der vorletzten Strophe über den Schreiber der Apokalypse Johannes heißt:

Und wenn die Himmlischen jetzt
So, wie ich glaube, mich lieben
Wie viel mehr dich,
Denn eines weiß ich,
Daß nämlich der Wille
Des ewigen Vaters viel
Dir gilt. Still ist sein Zeichen
Am donnernden Himmel. (…)

Natürlich weiß Hölderlin um die Bedeutung der Zeichen, wie sie in der Bibel vorkommen, allen voran um den Regenbogen, wie er den Menschen nach der Sintflut als Zeichen Gottes gegeben wird, und um den Sabbat als ewiges Zeichen für ein Bewusstsein des Geheiligtseins durch Gott.

Das mag verständlich machen, welche Bedeutung das Zeitbild hat, das Gott entfaltet, denn es wird eben auch als Zeichen bezeichnet.

Der Zeit und dem in ihr sich zum Ausdruck bringenden göttlichen Bild haben wir Menschen im Laufe der Zeit immer weniger Wert zugestanden. Zeit hat sich zunehmend profanisiert. Ursprünglich in der Genesis, dem 1. Buch Mose, ein göttliches Schöpfungswerk und noch bei den Griechen ein so wichtiger Gott, nämlich Kronos, ist sie heute ein Planungsmittel, eine Selbstverständlichkeit, für die dankbar zu sein, der Mensch weit entfernt ist. Ja, die Zeit muss dankbar sein, wenn man sie nicht verflucht.

Hölderlins Antwort auf diese hybride, arrogante – er selbst würde sagen – freche Einstellung ist, dass der Mensch in obigen Versen gar nicht vorkommt. Er spielt keine Rolle in diesem Zeitbild. Das ist wie ein Hinweis zu uns Menschen hin, endlich realistisch die eigene Größe wahrzunehmen, die angesichts jener der Himmlischen, der Mächte, die für das Zeitbild wesentlich sind, absolut keine ist.

Wir überschätzen uns maßlos, wir nehmen uns viel zu wichtig.

Hölderlin lenkt den Blick auf uns weit überlegene Mächte. Zweimal fällt dieses Wort in Strophe VIII. Offensichtlich gehen selbst jene davon aus, nicht mehr wahrgenommen zu werden angesichts der Entfaltung des Göttlichen. Doch der Seher, als der sich Hölderlin selbst sieht, verweist sie auf den Festtag, der ganz besonders auch ihnen gilt: Er ist nicht nur Zeichen, er ist Liebeszeichen, er ist nicht nur Liebeszeichen, er ist Zeugnis / Daß ihr noch seiet (VIII,12).

Und nun ist eine Bemerkung so aufschlussreich (… Himmlische nicht / Im Wunder offenbar, noch ungesehn im Wetter – IX,1f):

Die Zeit der Wunder ist vorbei, als sich das Göttliche in ihnen und durch sie offenbarte, erst recht jene Zeit, als Götter noch durch Wetter – dreimal wird in der Friedensfeier darauf abgehoben -, seien es Blitze, Stürme, Wolken oder Donner, sich dem Menschen kundtaten. Erstere erinnern eher an neutestamentarisches Geschehen, Götter im Wetter eher an archaisches.

Die Ordnung ist offensichtlich: Geordnet in Chören nach heiliger Zahl (IX,4) nimmt der Festtag Bezug darauf, wie die Welt entstand, geordnet nach Maß, Zahl und Gewicht, wobei – wir erinnern uns – die Arche und die Bundeslade nicht von ungefähr durch solch eine Ordnung, exakte Maße also, gekennzeichnet waren, wie sie auch für das himmlische Jerusalem gelten werden, wenn durch das ganze apokalyptische Geschehen hindurch die Sieben und die Zwölf Wesenheiten und Ordnungskräfte sein werden.

Wer Ohren hat zu hören, der höre.

Wer Ordnung – und Kosmos bedeutet nicht zufällig Ordnung, Schmuck – auf eine minderwertige Ebene zu ziehen versucht, sie in Zusammenhang mit Philister- und Spießertum zu bringen sucht und versucht, sie gegen Kreativität auszuspielen, kaschiert nur sein Unvermögen, das Zeitbild sehen zu können, ja vor allem sehen zu wollen.

Es mag auch bewusst werden, wie wichtig die eingangs angesprochene Ordnung in der Familie ist. Bert Hellinger, dessen Ansichten man nicht teilen muss, aber eine Auseinandersetzung mit ihnen sich lohnt, titelte eines seiner ersten Bücher Ordnungen der Liebe im Hinblick auf Familienaufstellungen. In wie vielen nehmen nicht Kinder die Stelle des Vaters oder der Mutter ein, obwohl jene physisch da sind.

Es gibt immer wieder Situationen, wo der Vater beispielsweise nicht Kumpel und Freund sein kann, sondern Erwachsener, Verantwortlicher ist. Ohne dieses vorbildliche Sein bildet sich in den Kindern selbst nicht der innere Erwachsene, der erkennbar und vorbildhaft anwesend sein muss, nicht nur physisch, sondern vor allem seelisch, damit das innere Kind sie nicht ein Leben lang dominiert, ja terrorisiert. Beispiele hierfür gibt es in der Öffentlichkeit viele, gerade auch unter Politikern. Jene, die vorgeben, immer alles zu verstehen, bisweilen im Ductus des penetranten Besserwissers, oder jene, die sich besonders martialisch geben oder Wert darauf legen, unberechenbar zu sein, sind  nicht wirklich Erwachsene.

Innerhalb des von Hölderlin angesprochenen Zeitbildes ist alle Erfahrung möglich, niemand muss sich darüber beschweren, Ordnung habe alles erstickt. Die Erstickenden sind jene Menschen, die durch ihre Denkschablonen sich den Blick auf das Ganze selbst verstellen. Es sind meist jene Leute, die immer alles ganz genau wissen.

Selbst die Himmlischen sind Gäste!

Zwei Punkte möchte ich noch kurz aufgreifen, die mir wichtig sind, denn zwei Worte wollen auf den ersten Blick nicht so recht passen: gastfreundlich und Gastmahl.

Die da kommen, selbst die Himmlischen, kommen ohne jeden Anspruch zur Friedensfeier. Sie sind Gäste!

Wenn man bedenkt, wie wichtig wir Menschen uns manchmal vorkommen, dann sollten wir daran denken, dass jene, die als Ewige, Unsterbliche, Selige, heilige Mächte oder auch Himmlische bzeichnet werden, auf dem Friedenfest Gäste sind!

Und was mir noch wichtig ist: Das Haus (IX,15) steht oft für die Seele. Und das lyrische Ich spricht am Schluss der Strophe gar nicht von dem Fürsten des Festes, sondern davon, dass die Verheißenen, die Unsterblichen da sind in diesem Haus und von ihrem Himmel erzählen. – Es ist nicht unbedingt der Himmel des Geliebtesten.

Das versteht man nicht, weil immer und immer wieder Luther von einem einzigen Himmel gesprochen hat, obwohl selbst im Vater Unser von d e n Himmeln im Griechischen geschrieben steht, wie ebenso an anderen wichtigen Stellen. Dante hat sehr wohl gewusst, warum in seiner Göttlichen Komödie sowohl der Hölle als auch dem Fegefeuer wie auch dem Himmel verschiedene Ebenen zugeordnet waren. Es gibt nicht d i e Hölle, es gibt nicht d e n Himmel. Es gibt die Höllen, es gibt die Himmel. – Als ob es auf unserer Erde nur einen Bewusstseinszustand gäbe. Als ob es im Himmel nur einen Bewusstseinszustand gäbe. Traditionellen Christen ist dieser Gedanke ketzerisch. Man sieht, was Luther mit seiner Übersetzung angerichtet hat.

Das Bewusstsein des lyrischen Ichs hat jenem ermöglicht, den Jüngling, den Fürsten des Festes einzuladen. Offensichtlich ist das bereits geschehen. Doch sind die Himmlischen noch nicht in unserem Haus, dem Haus der Menschen.

Die dritte Trias hat ein Bild entworfen, ein Geschehen vor uns als Leser ausbreitend, das einen so in Bann zu ziehen vermochte, als ereigne es sich gerade. Vergessen wir nicht: noch sind wir auf der exzentrischen Bahn. Und mancher, der glaubt, bereits erfolgreich eingeladen zu haben, spricht nicht die Sprache der Stille.

Die Einladung zum Festtag will ausgesprochen sein!

Die letzten Verse dieser neunten Strophe rufen uns zur Bescheidenheit auf, falls wir zum Festtag rufen. Denn wir haben zu hören.

Es wird, wenn es soweit ist, unsere Aufgabe sein, zum Festtag alle Unsterblichen zu rufen und ganz besonders den Geliebtesten, denn an dem hängen sie alle. Auch wir.
Falls wir das annehmen können.

*  *  *

In den vorausgehenden Beiträgen zur Friedensfeier war es Usus, dass ich abschloss mit der die folgende Trias eröffnende Strophe. Das möchte ich auch heute tun:

X
Leichtatmende Lüfte
Verkünden euch schon,
Euch kündet das rauchende Tal
Und der Boden, der vom Wetter noch dröhnet,
Doch Hoffnung rötet die Wangen,
Und vor der Türe des Hauses
Sitzt Mutter und Kind,
Und schauet den Frieden
Und wenige scheinen zu sterben,
Es hält ein Ahnen die Seele,
Vom goldnen Lichte gesendet,
Hält ein Versprechen die Ältesten auf.

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PS: Lektüre der bisher besprochenen 1. – 3- Trias hier

PPS: Lektüre der Friedensfeier in Gänze: hier

Fortsetzung der Interpretation: Teil IV

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