Ankunft des Friedensfürsten. Hölderlins „Friedensfeier” – Adventsgedanken.

Wie entwickelt sich Geschichte und was ist ihr Ziel? Für Hölderlin ist sie, allen aktuellen Unkenrufen zum Trotz, Bewusstseinsentwicklung. – Im Mittelpunkt dieser gewaltigen Hymne steht die Ankunft eines Fürsten zur Feier des Friedens. Es geht damit auch um eine Renaissance des Festes. – Diese Hymne fordert uns durch ihre Gestaltung heraus, jedes Wort ernst zu nehmen. Damit ist sie eine wertvolle Schule und Schulung der Seele.

Im Folgenden gehe ich Strophe für Strophe vor und tue das für Leserinnen und Leser, die Interesse an den Schätzen unserer so reichen Kultur haben und Zugang zu einer Dichterpersönlichkeit gewinnen möchten, wie sie, in ihrer Art zu schreiben, europaweit, ja weltweit nahezu einmalig ist; ich tue es auch, um die zum Teil eingefahrene kirchlich-theologische Christologie und Ewigkeitslehre mit Hilfe Hölderlins neu sehen zu können. Sicherlich hat jener das Neue Testament fast immer im Original gelesen und ist damit Sinnfestlegungen durch Luthers Übersetzung entgangen, die, selbst wenn sie offensichtlich fehlerhaft sind, in der neuen Lutherbibel wiederholt nicht korrigiert wurden.

Ich persönlich finde Hölderlins Sichtweisen im Hinblick auf die Geschichte und den Sinn menschlichen Lebens befreiend. Für ihn ist Geschichte nicht ein kontinuierliches Zeit-Verlaufen, sondern sie ist teleologisch (griechisch telos: das Ziel), eindeutig auf ein Ziel ausgerichtet. Wobei ich annehme, dass der griechische Begriff aion, den Luther viel zu häufig mit Ewigkeit übersetzt statt mit Zeitalter, nicht wirklich das Ende der Zeit meint, was im Übrigen nicht nur ich so sehe, sondern einige Theologen ebenfalls. Bei genauerem Hinschauen wird deutlich, dass es die ewige Verdammnis nicht gibt. Vielleicht lächeln wir dereinst einmal über diese Vorstellung, wie wir heute über jene lächeln, die glaubten, wenn sie aufs Meer hinausblickten, dass hinter dem Horizont das Ende der Erde sei. Auch unser aktueller Geschichts- und Zeitbegriff könnte sich als Schrebergarten unserer derzeitigen Vernunft erweisen. [Nachtrag Mai 2018: Mittlerweile, nachdem ich mich intensiver mit der Bedeutung der Zahl 666 und dem in der Offenbarung des Johannes auftauchenden Tieres mit den zwei Hörnern, dem Sonnendämon Sorat also, beschäftigt habe, bin ich mir nicht mehr so sicher, dass es nicht doch am Ende aller Zeiten, am Ende also des Gesamtzyklus der Erde, etwas wie eine ewige Verdammnis all derjenigen gibt, die sich der Entwicklung, die sich in der Bibel in Christus manifestiert, verweigert haben ]

Eine Renaissance des Festes

In seiner Hymne Friedensfeier ruft Hölderlin in uns Gedanken an den Ewig-Vater und den – wie er ihn nennt – Ruhigmächtigen, an Christus wach und erinnert an die Bedeutung des Festes, des Feiertages, der Versöhnung stiften will.

Heilige Feste, wie sie Menschen früher gefeiert haben, waren auch immer Vorbereitungen auf jenes große Friedensfest, von dem Hölderlin spricht. Auch wenn er selbst sich auf eine endzeitliche Feier des Friedens bezieht, so offenbart jene sich doch bereits für uns in jedem bewusst gefeierten Fest, wie es ein jeder Sonntag im Grunde sein will, natürlich insbesondere aber auch in einem Fest wie Weihnachten. Es will uns mit uns versöhnen und mit jenem Bewusstsein, das sich in dem Friedensfürsten zeigt. Aus dieser Sicht ist die zunehmende Säkularisierung wirklicher christlicher Feste ein Verlust von Sinn, denn der Gehalt dieser Feste ist überkonfessionell, weil man Christus nicht mit dem kirchlich oktroyierten Christentum gleichsetzen sollte; das stellt sich zunehmend als viel zu eng heraus. Hölderlins Worte können den Blick auf eine befreiende Christologie öffnen helfen

Die gegenwärtige sich immer mehr beschleunigende Säkularisierung und Entidealisierung des Lebens trägt zur seelisch-körperlichen Erkrankung der Menschen bei und bringt auch jenen Terror und Unfrieden in die Welt, über den sich so viele beklagen, gleichzeitig aber möglichst noch den Sonntag verkaufsoffen gestalten wollen.

Der Rückzug des Christlichen aus dem öffentlichen Raum, den viele für gut befinden, ihn unterstützen oder ihm gleichgültig gegenüberstehen, hat Platz geschaffen für neue gesellschaftliche Gegebenheiten, die kaum jemand haben will. Zum Teil ist das Geschrei nun groß. Aber den angesprochenen Zusammenhang will niemand sehen. Wenn eine Gesellschaft Räume freigibt und glaubt, sie mit ein bisschen Gerede über Ethik füllen zu können, wird sie erkennen müssen, dass man die Substanz und Wirkkraft urchristlicher Gedanken unterschätzt oder nie wirklich erkannnt hat. Die Bitternis der Lektion deutet sich bereits an. Es ist kein Zufall, dass gerade die Hauptstadt der Bundesrepublik zunehmend in ihrem öffentlichen Leben und in der Unfähigkeit ihrer politischen Kaste zeigt, was es zur Folge hat, wenn Aufgeschlossenheit und Offenheit sich in Wirklichkeit als Indifferenz und Gleichgültigkeit in Bezug auf moralische Maßstäbe herausstellen.

Lesedauer: mehr als 3 Minuten

Im Folgenden gebe ich zumeist vor jeder Strophe des Hölderlin-Gedichtes einige Hinweise und gehe nach ihrer Wiedergabe auf mir wichtige Aspekte ein.

Selten, dass ich persönlich eine der großen Hölderlin-Oden oder Hymnen auf einen Sitz und einfach so durchlese, einfach so durchlesen kann; mehr als einmal ist es mir so ergangen, dass ich beim Lesen zunächst kaum etwas verstanden habe. Wer gewohnt ist, sich an die angegebene Lesedauer von Welt/N24-Beiträgen zu halten – perverser geht´s nimmer: Lesedauer 3 Minuten liest man da beispielsweise –, sollte Hölderlin verschonen.

Ohnehin muss man sich an die sprachliche Darstellung dieses Dichters gewöhnen: Oft liegen beispielsweise Bezugsworte weit auseinander, sind Sätze ungewöhnlich gebaut und Satzteile ungewohnt verschränkt. Der Leser ist mit dieser Satzgestaltung gehalten, Worte auf neue Weise wahrzunehmen und Lesegewohnheit zu verändern. Indem wir auf einen neuen Modus umschalten, nutzen wir die freien Kapazitäten in unseren Gehirnarealen und unserem Geist, der – und damit möchte ich niemand in eine Krise stürzen – ohnehin keine Grenzen kennt. Nur indem man gewohnte Bahnen verlässt, kann man sich einem Dichter wie Hölderlin und seiner geistigen Botschaft nähern, die vor allem die Auffassung vermittelt, dass der Verlauf der Geschichte einer Entwicklung unseres Bewusstseins gleichkommt. Auch diesbezüglich dunkle Zeiten – das zu unseren Trost – sind Entwicklungszeiten. Sie ganz besonders.

Empfehlen möchte ich Ihnen, dass sie nach den nachträglichen Hinweisen die jeweilige Strophe noch einmal lesen.

Hölderlins Verse sind wie eine Art Gebet, Predigt, Meditation – mir fehlt noch das richtige Wort für das, was ich angesichts seiner Worte und Verse empfinde. Immer machen sie andächtig. – Sie klopfen an in Stille.

Die Friedensfeier:  Wertvolles biedert sich nicht an.

Die gesamte Hymne besteht aus 12 Strophen und deren jede einzelne aus überwiegend 12 Versen (nur bei modernen, zumeist ungereimten Gedichten spreche ich persönlich von Zeilen). Sie ist triadisch gegliedert, besteht also aus vier Sinnabschnitten zu jeweils drei Strophen, wobei die letzte einer Trias jeweils 15 Verse umfasst.

Vorab möchte ich sagen, dass viele Interpreten einzelne Aspekte gerade in Bezug auf die Friedensfeier ziemlich, ja sehr unterschiedlich sehen, kein Wunder, gehört diese Hymne zu den schwierigsten, zugleich aber auch wertvollsten Gedichten deutscher Sprache.
Wertvolle Anregungen erhielt ich durch den mittlerweile 79-jährigen Germanistikprofessor Jochen Schmidt und Meta Corssen, bei denen ich mich auf diesem Wege – bei letzterer posthum – herzlich bedanke.
In jedem Fall jedoch möchte ich Sie bitten, auf ihre eigene innere Stimme zu hören, wenn Sie bei Worten Hölderlins etwas anderes empfinden als das, was ich Ihnen gedanklich nahelege. – Sie könnten richtig liegen.

Die Hymne beginnt:

Der himmlischen, still widerklingenden,
Der ruhigwandelnden Töne voll,
Und gelüftet ist der altgebaute,
Seliggewohnte Saal; um grüne Teppiche duftet
Die Freudenwolk und weithinglänzend stehn,
Gereiftester Früchte voll und goldbekränzter Kelche,
Wohlangeordnet, eine prächtige Reihe,
Zur Seite da und dort aufsteigend über dem
Geebneten Boden die Tische.
Denn ferne kommend haben
Hieher, zur Abendstunde,
Sich liebende Gäste beschieden.

Zu Beginn finden wir die Beschreibung der Atmosphäre eines Saales. Hölderlin bezieht sich mit ihm auf die Erde, eine Erdenwirklichkeit, wie wir sie höchstens in Ausnahmefällen kennen. Manche Interpreten sehen auch insbesondere die Natur angesprochen. Deren Beschreibung erinnert mich an die des Hoheliedes Salomons; auch dort ist sie nicht nur Begleiterin, sondern nimmt sinnenhaft an der Wirklichkeit der Liebenden teil. Jedenfalls ist sie bereit zu einem Fest, zu dem Gäste sich beschieden haben; fast möchte man annehmen, sie hätten sich selbst eingeladen, sie kommen jedenfalls mit einem offensichtlichen Selbstverständnis. Es sind liebende Gäste in zweifachem Sinn, weil sie so sein mögen: Liebende, und weil sie der Verfasser so empfindet. – Letzterer scheint sich bereits in diesem Saal zu befinden.

Offensichtlich hat sich dessen Zustand verändert, er ist gelüftet. Luft, Wind und damit Geist haben eine eigens neue Qualität, und nicht von ungefähr ist der Saal nun eben auch der himmlischen Töne voll. Töne und Gesang haben für Hölderlin eine eminent wichtige Bedeutung; leitmotivisch ziehen sie sich durch sein gesamtes Werk.

In dieser Strophe gelingt Hölderlin diese für ihn so unnachahmlich gekonnte Synthese von Inhalt und Sprache durch die auffallend häufig vorkommenden Partizip-Präsens-Bildungen (widerklingend, ruhigwandelnd, weithinglänzend, aufsteigend, kommend, liebend), die, obwohl der Dichter einem zukünftigen Geschehen buchstäblich den Boden bereitet, eine Gegenwart des Geistes einbringen. Die zahlreichen Partizip-Perfekt-Bildungen hingegen verweisen darauf, was alles schon geschehen ist (gelüftet, altgebaut, seliggewohnt, gereift, goldbekränzt, wohlangeordnet, geebnet). Allein durch die Verwendung dieser unterschiedichen grammatikalischen Formen entsteht eine Atmosphäre der Erwartung, die kaum fassbar ist und die man dennoch mit Händen greifen zu können scheint.

Sie erklären auch, warum diese Strophe – und so verhält es sich mit vielen Hölderlin-Strophen – in die Seele des Lesers hineinwirkt. Man tut sich den größten Gefallen, sie auswendig zu lernen. Es würde sich in der Seele ein festliches Ahnen einstellen, wie es z.B. ein Wort wie weithinglänzend ermöglicht. Hölderlin greift ja immer wieder, um die Dimensionen der von ihm angesprochenen geistigen Wirklichkeiten zu erfassen, zu Wortbildungen, die zwei Worte zu einem umfassen. Diese immer wiederkehrenden Wortschöpfungen sind Annäherungen an eine verbal kaum darstellbare Wirklichkeit.

In dem weiteren Verlauf meiner Ausführungen ist es nicht möglich, all die von Hölderlins Dichterseele eingebrachten Mittel aufzuzeigen, wie sie z.B. auch hier vorliegen, indem er von Früchten spricht und Kelchen, und doch – pars pro toto, wie der Germanist sagen würde – einen Erntedank alles Gereiften, auch eben der Weinernte meint.

Es werden wohl einige Gäste kommen, denn Hölderlin spricht von Tischen. Schon in seiner berühmten Hymne Brod und Wein ist das Meer der Boden und die Berge sind Tische:

Seliges Griechenland! du Haus der Himmlischen alle,
Also ist wahr, was einst wir in der Jugend gehört?
Festlicher Saal! der Boden ist Meer! und Tische die Berge,
Wahrlich zu einzigem Brauche vor Alters gebaut!

Auch in der Friedensfeier könnten sie als solche in Vers 9 angesprochen sein.

„Die ganze Landschaft rüstet sich zum Fest” – eine Zeile aus Mascha Kalékows Souvenir à Kladow kommt mir zu all dem in den Sinn. Genau so ist es.

Wenn die Gäste eintreffen, wird es Abend, das Tagwerk wird getan sein; abends wird die Welt stille und man nimmt ein Abendmahl ein. – Zu all dem kommt dem Bibelkundigen einiges in den Sinn.

und mühsam / Euch athmen mußt, ihr himmlischen Lüfte

Sie werden bemerkt haben, dass auch in der Hymne Brod und Wein von einem Saal geschrieben steht, wie übrigens auch in Hölderlins Gedicht Am Quell der Donau, in dem er von jenem heiligen Saal spricht, der ihm bestens bekannt war aus seiner Zeit in der Klosterschule Maulbronn.

Hölderlin hat unter der religiösen Indoktrination seiner erzieherischen Umgebung  gelitten, nach dem Landesexamen als 14-Jähriger zunächst in der Klosterschule zu Denkendorf, dann in Maulbronn. Wie sehr, das wird aus der ersten dichterischen Formung der Friedensfeier deutlich:

Fern rauschte der Gemeinde schauerlicher Gesang,
Wo heiligem Wein gleich, die geheimeren Sprüche
Gealtert aber gewaltiger einst, aus Gottes
Gewittern im Sommer gewachsen,
Die Sorgen doch mir stillten
Und die Zweifel aber nimmer wußt ich, wie mir geschah,
Denn kaum geboren, warum breitetet
Ihr mir schon über die Augen eine Nacht,
Daß ich die Erde nicht sah und mühsam
Euch athmen mußt, ihr himmlischen Lüfte.

In welchem Ausmaß mag den jugendlichen Hölderlin die Religiosität, wie er sie dort erlebte, von Licht und Luft und Erde, die ihm später so wichtig wurden in den vielen Gedichten über den Rhein, den Neckar, den Main, die Donau, Stutgard und gerade auch in der Friedensfeier, wie wir – wenn Sie wollen – ein andermal lesen werden. abgeschnitten haben!
Wie befreiend muss es für ihn gewesen sein, dass dieser Klostersaal durch seine Bewusstseinsentwicklung gelüftet wurde, so befreiend, wie es beim Kommen des Friedensfürsten wichtig ist, dass die Erde als kosmischer Saal gelüftet ist.

Diese Zusammenhänge an einem Wort wie Saal zu sehen ist deshalb wichtig, weil die Eindrücke und Erfahrungen unseres Lebens von Kindheit an Einfluss nehmen auch auf unsere Sicht der makrokosmischen Dinge und dass das, was uns in der Kindheit zunächst als heiliger Saal erscheinen mochte, in Wirklichkeit uns nur mühsam athmen lässt. Darum zu wissen ist wichtig. Ohne diese Erkenntnis hätte Hölderlin niemals zu jener Sicht kommen können, wie sie sich uns in der Friedensfeier zeigt.

Wie ist die Welt so stille

Es gibt im Werk Hölderlins Worte, die immer wieder auftauchen, ein Wort wie still und das entsprechende Wortfeld gehören vor allem dazu. Nur wenn wir stille sind, können wir – wir lesen davon im ersten Vers der Hymne – etwas widerklingen hören. Nicht von ungefähr hat in Matthias Claudius´ Abendlied der Vers Wie ist die Welt so stille solch eine Bedeutung, genauso wie die Stille jener Nacht, der wir in diesen Tagen zustreben und gegebenenfalls in Stille Nacht von ihr singen.

Eigentlich ist das vorliegende Wortgefüge still wiederklingend ein sogenanntes Oxymoron, enthält also einen Widerspruch in sich. Ohne hier näher darauf eingehen zu können, warum im Werk Hölderlins und im Leben eines jeden Menschen das, was wir auch als coincidentia oppositorum, als Vereinigung der Gegensätze nicht von ungefähr als so bedeutsam ansehen sollten – Hölderlin fand dafür den Begriff des Einigentgegengesetzten -, ist eben das Wahrnehmen jenes Widerklingens nur in Stille möglich. Zu wissen, woher der Klang, der hier zurückklingend aufklingt, kommt, ist für jedes Menschen Entwicklung wichtig.

Hölderlins Worte kommen aus Stille und gehen wieder in sie hinein.

Wie wichtig Stille ist, macht der Anfang von Psalm 23 deutlich; dort heißt es:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. / Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum stillen Wasser.

Bedauerlich, dass Luther zum frischem Wasser übersetzte und sehr seltsam ist für mich, dass die neue Lutherbibel diese sinnentstellende Wortwahl des Reformators nicht korrigiert hat, zumal die Bibel ja durch Jesaja die zentrale Bedeutung von Stille betonen lässt: im Stillesein und im Vertrauen läge eure Stärke. – Als ob Jesaja schon gewusst hätte, warum er den Konjunktiv II, den Irrealis wählt.

Stärke, die durch Frische vermittelt wird, ist eine ganz andere als jene, die aus der Stille kommt. Wusste das Luther nicht, wussten das diejenigen, die die Übersetzung der Lutherbibel neuerdings überarbeiteten, nicht?

Aber auch ein Wort wie dämmernd gehört zu den bedeutenden Hölderlin-Worten. Nicht von ungefähr, dass auch bei Matthias Claudius beide Worte so nah beinander stehen, ja, das eine das andere umfasst: Wie ist die Welt so stille / Und in der Dämmrung Hülle / So traulich und so hold! / Als eine stille Kammer / (…)

Und dämmernden Auges denk ich schon

Der Beginn der zweiten Strophe ist deshalb nicht ganz einfach, weil das dämmernde Auge dem lyrischen Ich zueignet, aber das Vom ernsten Tagwerk lächelnd sich auf den kommenden Fürsten des Festes bezieht. Manche Interpreten ordnen das dämmernden Auges dem kommenden Fürsten zu, um ein Beispiel unterschiedlicher Ansichten aufzuzeigen. Mir und etlichen anderen scheint das nicht sinnvoll. Vergleichbar unterschiedliche Auffassungen gelten auch für den Begriff des Auslandes.

Ständig ist der Geist des Lesers in Anspruch genommen, gerade deshalb sind wir so angeprochen:

II
Und dämmernden Auges denk ich schon,
Vom ernsten Tagwerk lächelnd,
Ihn selbst zu sehn, den Fürsten des Fests.
Doch wenn du schon dein Ausland gern verleugnest,
Und als vom langen Heldenzuge müd,
Dein Auge senkst, vergessen, leichtbeschattet,
Und Freundesgestalt annimmst, du Allbekannter, doch
Beugt fast die Knie das Hohe. Nichts vor dir,
Nur Eines weiß ich, Sterbliches bist du nicht.
Ein Weiser mag mir manches erhellen; wo aber
Ein Gott noch auch erscheint,
Da ist doch andere Klarheit.

Wir sollten nicht davon ausgehen, dass mit dem Tagwerk ein dem unseren Vergleichbares angesprochen ist. Wohl hat es Dimensionen, die für uns nur schwer vorstellbar sind.

Die vorliegende Strophe gehört auch unter den gewiss nicht einfachen Hölderlins zu den schwierigsten, nicht nur wegen der Frage, wer der Fürst des Festes sei.

Unser Wissen ist Stückwerk

Hölderlin begann an dieser Hymne im zeitlichen Umfeld des Friedensschlusses von Lunéville zu schreiben. Das hat den ein oder anderen durchaus sehr namhaften Interpreten veranlasst, in jenem Napoleon zu sehen. Wir wissen, welche Bedeutung Hölderlin Napoleon für das Erwachen eines Bewusstseins der hesperischen Welt, der also des Abendlandes zumaß – deutlich wird das durch die Ode an die Prinzessin Auguste und den hexametrischen Entwurf zu einem Hymnus auf Napoleon, überschrieben Dem Allbekannten. Allerdings könnte schon damals, also 1801, Hölderlins Verehrung für Napoleon leise Abstriche, die sich bei ihm im Zuge des weiteren politischen Gebarens des großen Korsen verstärkten, gehabt haben. – An dieser erwähnten personalen Zuweisung auf dem Hintergrund des weiteren Verlaufes der Hymne festzuhalten, ist inhaltlich allerdings ohnehin nicht nachvollziehbar. Man wollte auch in dem Fürsten den Genius des deutschen Volkes sehen oder eine Art mythischer Formel, die keiner konkreten Person zugeordnet werden sollte.

Dass sich diese Strophe an vielen Stellen einer definitiven Festlegung entzieht, ist ein Phänomen, wie wir es bei Hölderlin immer wieder antreffen. Hölderlins Vorgehen entspricht sehr oft nicht dem, was wir erwarten: intellektuell definierten Festlegungen und Begrifflichkeiten, an die wir uns zu halten gewohnt sind.

Auf dem Feld des Göttlichen muss menschliche Vernunft ins Schwimmen geraten. Genau zu wissen, wie etwas zu verstehen ist, entspricht einem zutiefst menschlichen Bedürfnis. Dessen Befriedigung aber bringt nicht weiter. Menschliche Klarheit ist weise, aber nachvollziehbar; göttliche Klarheit entspricht weder formal noch inhaltlich unbedingt unserer Erwartung.

Hölderlin liegt hier eindeutig auf einer Linie mit dem Paulus der Korintherbriefe:

Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. / Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören … / Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. (1. Kor. 13,9ff)

„Und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie”, heißt es im Rahmen der Weihnachtsgeschichte. Diese Klarheit wird Menschen nur seltenst zuteil. Sie ist eine Gnade.

Der Verweis auf die Klarheit eines Gottes am Schluss der Strophe legt den Schluss nahe, dass der Fürst des Festes ein Gott ist. 

Ein Gott aber ist auf einem langem Heldenzug, ist müde, senkt sein Auge, vergessen, leichtbeschattet, nimmt Freundesgestalt an?

Paulus lässt seine Leser in den Philipperbriefen wissen, dass die göttliche Gestalt von Jesus Knechtsgestalt angenommen habe – die verwandte Formulierung (vgl. II,7) fällt auf und wir wissen: auch Jesus war müde und hatte Hunger, allerdings: der Mensch Jesus, nicht aber der Sohn Gottes, Christus. – Und der Weg Jesu nach der Taufe durch Johannes hat alle Charakteristika eines Heldenzuges, er war voller Prüfungen, die Fußwaschung war eine, die Versuchung durch den Teufel, Gethsemane … Seine größte endet mit der Überwindung des Todes.

Der Fürst des Festes allerdings wird nicht direkt als müde, sondern als vom langen Heldenzuge müd beschrieben. Diese Formulierung rückt die Aussage fast in den Bereich des Irrealen, in ein: man könnte es so sehen, so ist es aber nicht.

Für mich will Hölderlins Wortwahl zwischen Realität und Irrrealität changieren, zwischen dem Menschen Jesus, der durchaus müde sein konnte, und Christus als Sohn Gottes, der ein irdisches Müdesein nicht kennt, allerdings in dem Menschen Jesus erlebt, erfährt.

Anmerken möchte ich, dass, wenn ich von Jesus spreche, ich mich auf jenen Menschen beziehe, welcher der Sohn von Maria und Joseph war; Christus ist für mich der Sohn Gottes, des Vaters, der seit der Taufe durch Johannes den Täufer sich mit dem Menschen Jesus verband, was sich in den Worten Gottes im Augenblick der Taufe manifestiert: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. (Matth. 3,17)

Hölderlin hat nicht von ungefähr an dieser Stelle der Hymne noch nicht von Jesus bzw. Christus gesprochen; er wollte einen anderen Aspekt im Vordergrund sehen. Ich nenne deshalb nur ungern schon seinen Namen, aber aus Gründen des Verständnisses war es kaum zu umgehen.

Jesus, der in dieser Phase seiner menschlichen Existenz also mit dem Sohn Gottes, mit Christus verwoben ist, sagt: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. (Joh. 18,36)Genau deshalb spricht Hölderlin davon, dass er sein Ausland verleugne, das heißt:

Zu unserer materiellen Welt bekennt sich dieser Fürst nicht. In diesem Sinne ist das Verleugnen des Auslandes zu verstehen. Verleugnen meint hier nicht das Fehlen von Mut, wie es Petrus eignete, als er Jesus vor dem römischen Soldaten verleugnete. Ausland bedeutet für den Fürsten, dass er sich mit jenem Land, woher er zum Abschluss seines Heldenzuges kommt, nicht identifiziert. Dieses Land macht müde.

Niemand hat Gott je gesehen (Joh.1,18)

Im ersten Entwurf Hölderlins, der noch nicht einmal den späteren Namen der Hymne trug, heißt es:

Versöhnender, der du nimmergeglaubt
Nun da bist, Freundesgestalt mir
Annimmst, Unsterblicher, aber wohl
Erkenn ich das Hohe,
Das mir die Knie beugt,
Und fast wie ein Blinder muß ich
Dich, Himmlischen, fragen, wozu du mir,
Woher du seiest, seliger Friede!
Dies eine weiß ich, Sterbliches bist du nichts,
Denn manches mag ein Weiser oder
Der treuanblickenden Freunde einer erhellen, wenn aber
Ein Gott erscheint, auf Himmel und Erd und Meer
Kommt allerneuende Klarheit.

Diese Entwurfsstrophe – es gibt noch zwei weitere Entwürfe – enthält in einer Strophe zusammengefasst die zwei ersten Strophen der Endfassung und deutet das Verständnis einiger Worte an, die in der Endfassung inhaltlich extrem verdichtet sind. Nicht einmal Jochen Schmidt wollte dem „vergessen” einen Sinn zuweisen.

Ein Gott, ein Himmlischer – und in seinem Zusammenhang ein vergessen (II,6)? Meines Erachtens weist das nimmergeglaubt (vgl. Entwurf, V,1) auf dessen Bedeutung. Der Dichter hat nicht mehr an die Ankunft des Unsterblichen glauben wollen, glauben können. Wie vergessen war jener, nimmergeglaubt.

Spricht der Dichter in der Endfassung von seinem dämmernden Auge, so spricht er im Entwurf davon, fast blind zu sein (auch das widerspricht der Ansicht Böckmanns – vgl. obigen Link Ausland -, dass es der Fürst sei, der dämmernden Auges erscheine).

Aus alten Zeiten wissen wir, dass Gott nicht sehen zu können, ein Schutz war. Mose sah nur den brennenden Dornbusch, mehr hätte er nicht ertragen. Und hier mag es nicht nur ein Zeichen von Müdigkeit gewesen sein, dass der, der Freundesgestalt annimmt, das Auge senkt, weiß er doch, dass der Strahl seines Auges kaum zu ertragen ist .

Wenn das tausendjährige Wetter verhallt!

Vergessen wir nicht: All jenes, was ich oben über die zweite Strophe schrieb, basiert auf Aussagen des Dichters, die jener sich denkt, wie er selbst schreibt (II,1)! Noch ist der Fürst nicht anwesend, doch mit Beginn der dritten Strophe wird er noch präsenter.      Um deren dritten Vers verstehen zu können, sollte man wissen, dass erstaunen hier transitiv verwendet ist – nicht der Fürst ist erstaunt, sondern er macht Staunen:

III
Von heute aber nicht, nicht unverkündet ist er;
Und einer, der nicht Flut noch Flamme gescheuet,
Erstaunet, da es stille worden, umsonst nicht, jetzt,
Da Herrschaft nirgend ist zu sehn bei Geistern und Menschen.
Das ist, sie hören das Werk,
Längst vorbereitend, von Morgen nach Abend, jetzt erst,
Denn unermeßlich braust, in der Tiefe verhallend,
Des Donnerers Echo, das tausendjährige Wetter,
Zu schlafen, übertönt von Friedenslauten, hinunter.
Ihr aber, teuergewordne, o ihr Tage der Unschuld,
Ihr bringt auch heute das Fest, ihr Lieben! und es blüht
Rings abendlich der Geist in dieser Stille;
Und raten muß ich, und wäre silbergrau
Die Locke, o ihr Freunde!
Für Kränze zu sorgen und Mahl, jetzt ewigen Jünglingen ähnlich.

Immer wieder stellen wir fest, wie verdichtet Hölderlin tiefen Sinn wiedergibt. Das gilt insbesondere für einen Hinweis wie, dass Herrschaft nirgends zu sehn ist bei Geistern und Menschen (III,4). Er vermittelt, wie groß die Wandlung mit dem Kommen des Fürsten ist. Tatsächlich ist der Geruch und die Seinsweise alles Alten hinausgelüftet: eben auch Herrschaft. Sie ist ein Begriff des Alten Bundes, der Zeit der zehn Gebote und des Gesetzes. – Gesetz ist notwendig, wenn Regiment geführt wird, wenn es Verfehlungen und Sünde gibt. Und umgekehrt gilt auch: Es gibt Sünde und Übertretung, wenn und weil es Gesetze gibt.

Hölderlin weiß um die weisen Worte des Paulus, weiß um dessen Aussage in Römer 5,13: Denn die Sünde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam; aber wo kein Gesetz ist, da wird Sünde nicht angerechnet.

Es ist das Gesetz des Alten Bundes, das notwendig war, nachdem die Menschen sich für einen Weg außerhalb des Paradieses entschieden und Kain mit dem Mord an seinem Bruder Abel das Göttliche aus der Welt vertrieben hatte. Aus war es mit dem Opferrauch Abels, der zum Himmel zog. Mit Kain legte sich Rauch horizontal über die Erde und wurde zum trennenden Zeichen, das Himmel und Erde auseinanderdividierte. Fortan gab es menschliches Herrschertum, Sünde und Gesetz. Hölderlin aber bekennt sich zu der paulinischen, aus wahrem Geist geborenen und an die Menschen der Gemeinde zu Philippi gerichteten Sicht: Christus aber hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes . . .
Es zählen nicht mehr Herrschaft und Gesetz, mit den Worten des Paulus:

Ehe aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt und eingeschlossen, bis der Glaube offenbart werden sollte. / So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden. (Gal.3,23)

Stattdessen zählen Glaube und Gnade: „aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben (Eph. 2,8).

Wenn ein Gesetz da ist, wird es übertreten. Wenn Herrschaft da ist, wird gegen sie rebelliert. Hölderlin weiß mit Paulus, dass der Geist, der sich zu Gott, zu Christus erhebt, aus dem Glauben und der Gnade leben, bereit zu staunen, sich erstaunen machen zu lassen, deshalb lauten die drei Zeilen der Friedensfeier:

{Er} Erstaunet, da es stille worden, umsonst nicht, jetzt,
Da Herrschaft nirgend ist zu sehn bei Geistern und Menschen.
Das ist, sie hören das Werk (…)

Im Abendland verwirklicht sich, was im Osten begann.

Die Richtung, aus der dieses neue Sein kommt, ist für Hölderlin immer der Osten. Immer wieder erwähnt er in seinen Gedichten Asia und meint mit diesem den Aufgang, den Orient, dessen Bewegung über Griechenland nach Hesperien geht, zum Abend-Land.
Das ist für Hölderlin die Bewegung der Geschichte. Sie erfüllt sich im Abendland. Nicht von ungefähr gipfelt sein Werk in den sogenannten Vaterländischen Gesängen.

Hölderlin hatte im Gegensatz zu dem Führungspersonal der EU und deren Parlamentariern ein Bewusstsein, welche Aufgabe sich mit dem Abendland verbindet.

In Hölderlins Hymne deutet sich an, welchen Weg die Menschen des Abendlandes hätten gehen sollen. Noch mag die Möglichkeit, diese Sendung zu erfüllen, nicht unmöglich sein. Gewiss aber steht sie auf der Kippe. Das spüren viele Menschen.

Hölderlin spricht von der Stille, die nur den Geist einer neuen Unschuld gebären kann. Vorbei ist dann das Unwetter, all das, was mit dem in der zweiten Strophe angesprochenen Ausland verbunden ist; an anderer Stelle spricht Hölderlin von der exzentrischen Bahn, auf der Menschen sich bewegen, entfernt von ihrem geistigen Zentrum. Doch damit ist es vorbei, wenn der Fürst und all die Himmlischen, die Jünglinge eintreffen:

Ihr aber, Tage der Unschuld, bringt heute das Fest!

Mit all diesem Geschehen geht ein Bewusstsein einher, das um die Bedeutung des Festes weiß.

Unsere Zeit kennt das Oktoberfest, den Cannstatter Wasen oder importiert Halloween.
Das sind Gelage a la Belsazar. Heinrich Heine hat um den Unterschied gewusst.

Und noch etwas muss der Menschheit bewusst werden, soll sie nicht untergehen und Hölderlins Dichten steht dafür: Es bedarf wieder eines Bewusstseins des Wortes.

Des aus der Wahrheit geborenen Wortes.

Dann finden wir zur Stille.

Wertvoll wäre es, Tage der Stille wieder einzuführen, einen Tag ohne Facebook, ohne Twitter, ohne Fernsehgeplapper.

Das Gedröhn der Worte führt den Wert weltweiter Vernetzung ad absurdum.
Worte im Stile dieses erdumspannenden Gequassels sind ein eklatanter Rückschritt für die Menschheit, kein Gewinn.

Nicht von ungefähr ist in der dritten Strophe zweimal von Stille die Rede, zum dritten Mal im Gedicht. Und es wird nicht das letzte Mal sein.

* * *

Vielleicht mag der ein oder andere Leser den Fortgang der Hymne verfolgen. Ich veröffentliche ihn zum zweiten Advent.

Schließen möchte ich mit der einfachen Wiedergabe der vierten Strophe, dem Beginn der zweiten Trias, die in verdichteter Form von der Bedeutung des Gespräches Jesu mit dem samaritischen Weib spricht und dass doch alles Geschehen nicht umsonst ist! – Dazu in einer Woche mehr:

IV
Und manchen möcht ich laden, aber o du,
Der freundlichernst den Menschen zugetan,
Dort unter syrischer Palme,
Wo nahe lag die Stadt, am Brunnen gerne war;
Das Kornfeld rauschte rings, still atmete die Kühlung
Vom Schatten des geweiheten Gebirges,
Und die lieben Freunde, das treue Gewölk,
Umschatteten dich auch, damit der heiligkühne
Durch Wildnis mild dein Strahl zu Menschen kam, o Jüngling!
Ach! aber dunkler umschattete, mitten im Wort, dich
Furchtbarentscheidend ein tödlich Verhängnis. So ist schnell
Vergänglich alles Himmlische; aber umsonst nicht.

Mögen Ihnen, liebe Leserin, liebe Leser, die Adventssonntage Feste sein, stille Feste.

PS:
Wer die ganze Hymne inclusive des kurzen Vorspanns von Hölderlin, den ich bisher weggelassen habe, lesen möchte: hier  –  aber bitte nicht verzagen :-)

Fortsetzung Teil II: „Auch darf alsdann das Freche drübergehn“.

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