Rückwärts auf dem Weg nach innen: Was wir von Michael Endes Momo und Meister Hora lernen können.

Aus dem Blütenstaub-Fragment 18:

Wir träumen von Reisen durch das Weltall: ist denn das Weltall nicht in uns? Die Tiefen unsers Geistes kennen wir nicht. – Nach Innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft. Die Außenwelt ist die Schattenwelt, sie wirft ihren Schatten in das Lichtreich. Jetzt scheint es uns freilich innerlich so dunkel, einsam, gestaltlos, aber wie ganz anders wird es uns dünken, wenn diese Verfinsterung vorbei und der Schattenkörper hinweggerückt ist. Wir werden mehr genießen als je, denn unser Geist hat entbehrt.

Wir verdanken diese Worte Novalis (1772-1801), mit bürgerlichem bzw. adligem Namen Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, dem Schöpfer des so bemerkenswerten Symbols der blauen Blume.

Nicht von ungefähr findet sie Heinrich im Berginnern. Dort, im Innern, finden wir große Schätze, wie wir aus dem Gebrüder-Grimm-Märchen Simeliberg oder auch aus dem 1001-Nacht-Märchen Ali Baba und die 40 Räuber wissen. Wer sich allerdings unrechtmäßig Zugang verschafft, dem ist der Tod beschieden.

Immer wieder wird in der Literatur die Bedeutung des Weges nach innen thematisiert, auch in der Mythologie: Narziss geht ihn nicht! Bis heute gehen ihn bekanntlich Narzissten nicht. Sie ziehen jeden Spiegel vor, in dem sie sich eitel bespiegeln können. Das genügt ihnen. Mehr wollen sie nicht sehen, sie wollen lieber an der Oberfläche bleiben.

Nicht so die, die den Weg nach Innen suchen; darunter finden sich auch viele Lyriker:

Rilke schreibt in Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens, wie es sich im Innern, an entlegenen Herzorten anfühlt, und Hofmannthal gar lässt uns an dem Weltgeheimnis teilnehmen, das mit Hilfe des Brunnensymbols seelisches Geschehen brunnentief in uns spiegelt.

Michael Endes Momo tut das auch.

Ja, wenn man die Hauptgestalt Momo als inneres Kind sehen will, ist der ganze Roman eine Anleitung zum Heilwerden unserer inneren Kinder. Wir müssten uns nur Momo zum Vorbild nehmen und uns selbst so zuhören, wie Momo das tut und damit Konflikte bereinigt und Menschen heilt. Das würde auch mit unserem Inneren geschehen.

Nehmen wir den Roman indes als fiktives, also erfundenes romanhaftes Geschehen, wie das ein Literaturwissenschaftler tut, so gewinnen dennoch die Gestalten der Grauen Herren eine absolut realistische Dimension, weil durch die Veränderungen der Personen, die in ihre Hände geraten, das Leben auf der Erde einen so gravierenden negativen Umschwung nimmt, dass dieser  uns nur deshalb nicht so nahetritt, weil das Geschehen im Roman voll und ganz auf den Alltag der Menschen zutrifft und uns nicht mehr erschrecken kann, weil es gar nicht mehr auffällt. Wir wissen, wie es ist, wenn niemand mehr sich für einen Behinderten Zeit nimmt, wenn der Friseur sich keine Zeit mehr nehmen kann für einen Plausch und der Kassierer an der Kasse angerempelt wird, weil er es wagt, sich mit jemandem zu unterhalten – all das sind Beispiele, wie sie sich auch in Momo finden als Resultate des Einflusses der Grauen Herren.

Für die oder den, der den Roman noch nicht gelesen hat – oder auch nur zur Wiederauffrischung des Inhalts – sei erwähnt, dass wir Momo im Kampf gegen diese Grauen Herren finden, die den Menschen die Zeit stehlen mit der Folge, dass alle Herzlichkeit, alle Wärme im Umgang miteinander, alle liebevolle Gestaltung des Lebens verloren geht, alle Liebe!

Die Welt kann nur gerettet werden, wenn die Macht der Grauen Herren und ihrer Organisation, der Zeitsparkasse, gebrochen wird. Meister Secundus Minutius Hora, der Meister der Zeit, weiß, dass das im Grunde nur ein einziges Wesen kann, ein Mensch, genauer gesagt: ein Kind.

Momo.

Deshalb sendet er seinen persönlichen Hermes aus: Es ist die Schildkröte Kassiopeia. Sie soll Momo zu ihm in die Niemals-Gasse holen, damit er sie informieren kann, wie, wenn überhaupt, Rettung zu geschehen vermag.

Die Grauen Herren allerdings mobilisieren alle Kräfte, das Mädchen abzufangen. Die größte Hilfe für Momo, diesem Unterfangen zu entgehen, ist Kassiopeia, die die Fähigkeit hat, einen halbe Stunde alles im Voraus zu wissen. Damit ist sie auch in der Lage, den  Grauen Herren auszuweichen.

Im Original heißt es nun:

Der Weg, den die Schildkröte sie führte, wurde immer sonderbarer und verschlungener. Sie waren schon durch Gärten gelaufen, über Brücken, durch Unterführungen, Toreinfahrten und Hausflure, ja, einige Male sogar schon durch Keller. Hätte Momo gewusst, dass ein ganzes Heer von grauen Herren sie verfolgte und suchte, sie hätte vermutlich noch viel mehr Angst gehabt. Aber davon ahnte sie nichts und deshalb folgte sie geduldig und Schritt für Schritt der Schildkröte auf ihrem scheinbar so verworrenen Weg. Und das war gut. So wie die Schildkröte vorher ihren Weg durch den Straßenverkehr gefunden hatte, schien sie nun auch genau vorauszuwissen, wann und wo die Verfolger auftauchen würden. Manchmal kamen die grauen Herren schon einen Augenblick später an einer Stelle vorüber, an der die beiden eben gewesen waren. Aber sie begegneten ihnen niemals.

(…)

In die Zentrale der Zeit-Spar-Kasse kam die Nachricht, dass das Mädchen Momo gesehen worden sei.

»Gut«, war die Antwort, »habt ihr sie fest?«

»Nein, sie war plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Wir haben ihre Spur wieder verloren. «

»Wie kann das sein?«

»Das fragen wir uns selbst. Irgendwas stimmt da nicht.«

»Wo befand sie sich, als ihr sie gesehen habt?«

»Das ist es ja gerade. Es handelt sich um eine Gegend der Stadt, die uns völlig unbekannt ist.«

»Eine solche Gegend gibt es nicht«, stellte die Zentrale fest.

»Offenbar doch. Es ist – wie soll man sagen? – als ob diese Gegend ganz am Rande der Zeit liegt. Und .das Kind bewegte sich auf diesen Rand zu.«

»Was?«, schrie die Zentrale. »Verfolgung aufnehmen! Ihr müsst sie fassen, um jeden Preis! Habt ihr verstanden?«

»Verstanden!«, kam die aschengraue Antwort.

(…)

Außerhalb dieses seltsamen Stadtteils, dort wo Nacht war, jagten drei elegante Autos mit leuchtenden Scheinwerfern die zerlöcherte Straße entlang. In jedem saßen mehrere graue Herren. Einer, der im vordersten Wagen saß, hatte Momo entdeckt, als sie in die Straße mit den weißen Häusern eingebogen war, wo das seltsame Licht anfing.

Als sie jedoch diese Ecke erreicht hatten, geschah etwas höchst Unbegreifliches. Die Autos kamen plötzlich nicht mehr vom Fleck. Die Fahrer traten aufs Gas, die Räder jaulten, aber die Autos liefen am Ort, etwa so, als ob sie auf einem fahrenden Band stünden, das mit gleicher Geschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung lief. Und je mehr sie beschleunigten, desto weniger kamen sie vorwärts. Als die grauen Herren das merkten, sprangen sie fluchend aus den Wagen und versuchten Momo, die sie weit in der Ferne gerade noch erkennen konnten, zu Fuß einzuholen. Sie rannten mit verzerrten Gesichtern und als sie endlich erschöpft innehalten mussten, waren sie im Ganzen gerade zehn Meter weit vorangekommen. Und das Mädchen Momo war irgendwo in der Ferne zwischen den schneeweißen Häusern verschwunden.

»Aus«, sagte einer der Herren, »aus und vorbei! Jetzt kriegen wir sie nicht mehr.«

(…)

Alle beteiligten Herren ließen die Köpfe hängen und setzten sich auf Kühler und Stoßstangen ihrer Autos. Sie hatten es nicht mehr eilig.

Schon weit, weit fort, irgendwo im Gewirr der leeren, schneeweißen Straßen und Plätze, ging Momo hinter der Schildkröte her. Und gerade, weil sie so langsam gingen, war es, als glitte die Straße unter ihnen dahin, als flögen die Gebäude vorüber. Wiederum bog die Schildkröte um eine Ecke, Momo folgte ihr – und blieb überrascht stehen. Diese Straße bot einen völlig anderen Anblick als alle vorigen.

Es war eigentlich mehr ein enges Gässchen. Die Häuser, die sich links und rechts aneinander drängten, sahen aus wie lauter zierliche Paläste aus Glas, voller Türmchen, Erkerchen und Terrassen, die undenkliche Zeiten auf dem Meeresgrund gestanden hatten und nun plötzlich aufgestiegen waren, von Tang und Algen überhangen und mit (132) Muscheln und Korallen bewachsen. Und das Ganze spielte sanft in allen Farben wie Perlmutter.

Dieses Gässchen lief auf ein einzelnes Haus zu, das seinen Abschluss bildete und quer zu den übrigen stand. In seiner Mitte befand sich ein großes grünes Tor, das kunstvoll mit Figuren bedeckt war.

Momo blickte zu dem Straßenschild hinauf, das sich gleich über ihr an der Wand befand. Es war aus weißem Marmor und auf ihm stand in goldenen Lettern:

Niemals-Gasse.

Und nun erlebt Momo etwas, was für unser Verständnis von Leben sehr entscheidend sein kann:

Momo hatte mit Schauen und Buchstabieren nur ein paar Augenblicke gesäumt, dennoch war die Schildkröte nun schon weit voraus, fast am Ende der Gasse vor dem letzten Haus.

»Warte doch auf mich, Schildkröte!«, rief Momo, aber sonderbarerweise konnte sie ihre eigene Stimme nicht hören.

Dagegen schien die Schildkröte sie gehört zu haben, denn sie blieb stehen und schaute sich um. Momo wollte ihr folgen, aber als sie nun in die Niemals-Gasse hineinging, war es ihr plötzlich, als ob sie unter Wasser gegen einen mächtigen Strom angehen müsse, oder gegen einen gewaltigen und doch unspürbaren Wind, der sie einfach zurückblies. Sie stemmte sich schräg gegen den rätselhaften Druck, zog sich an Mauervorsprüngen weiter und kroch manchmal auf allen Vieren. »Ich komm nicht dagegen an!«, rief sie schließlich der Schildkröte zu, die sie klein am anderen Ende der Gasse sitzen sah. »Hilf mir doch!«

Langsam kam die Schildkröte zurück. Als sie schließlich vor Momo saß, erschien auf ihrem Panzer der Rat: »RÜCKWÄRTS GEHEN!«

Momo versuchte es. Sie drehte sich um und ging rückwärts. Und plötzlich gelang es ihr, ohne jede Schwierigkeit weiterzukommen. Aber es war höchst merkwürdig, was dabei mit ihr geschah. Während sie nämlich so rückwärts ging, dachte sie zugleich auch rückwärts, sie atmete rückwärts, sie empfand rückwärts, kurz – sie lebte rückwärts! Schließlich stieß sie gegen etwas Festes. Sie drehte sich um und stand vor dem letzten Haus, das die Straße quer abschloss. Sie erschrak ein wenig, weil die figurenbedeckte Tür aus grünem Metall von hier aus nun plötzlich ganz riesenhaft erschien.

»Ob ich sie überhaupt aufkriege?«, dachte Momo zweifelnd. Aber im selben Augenblick öffneten sich schon die beiden mächtigen Torflügel. Momo blieb noch einen Moment lang stehen, denn sie hatte über der Tür ein weiteres Schild entdeckt. Es wurde von einem weißen Einhorn getragen und auf ihm war zu lesen:

DAS NIRGEND-HAUS.

Da Momo nicht besonders schnell lesen konnte, waren die beiden Torflügel schon wieder dabei, sich langsam zu schließen, als sie fertig war.

Sie huschte rasch noch hindurch, dann schlug das gewaltige Tor mit leisem Donner hinter ihr zu.

Sie befand sich jetzt in einem hohen, sehr langen Gang. Links und rechts standen in regelmäßigen Abständen nackte Männer und Frauen aus Stein, welche die Decke zu tragen schienen. Von der geheimnisvollen Gegenströmung war hier nichts mehr zu bemerken. Momo folgte der Schildkröte, die vor ihr her krabbelte, durch den langen Gang. An dessen Ende blieb das Tier vor einem sehr kleinen Türchen sitzen, gerade groß genug, dass Momo gebückt durchkommen konnte.

»WIR SIND DA«, stand auf dem Rückenpanzer der Schildkröte.

Momo hockte sich nieder und sah direkt vor ihrer Nase auf der kleinen Tür ein Schildchen mit der Aufschrift:

MEISTER SECUNDUS MINUTIUS HORA

Heute glaube ich zu wissen, was es mit diesem Rückwärtsgehen auf sich hat und ich verdanke das der erneuten Beschäftigung mit dem Thema Nahtod und Tod, die am letzten Tag des vergangenen Jahres begann mit Wenn Sterbende nach oben sehen (I)

In diesem Zusammenhang hatte ich mich ja auch wieder etwas eingelesen in Raymond A. Moodys so beeindruckendes Buch Leben nach dem Tod, in dem jener auf zwölf mögliche Elemente, wie sie im Rahmen von Nahtod-Erfahrungen vorkommen können, eingeht; eines dieser Möglichkeiten von Erlebnissen, die Menschen mit Nahtod-Erfahrung haben, ist der Lebensfilm: Manche haben dabei bekanntlich den Eindruck, dass sie Stationen ihres Lebens wie gleichzeitig sehen, andere nehmen eher einen Film wahr. Wie auch immer, jedenfalls wurde mir schlagartig klar, was es bedeutet, dass Momo rückwärts zu Meister Hora geht, denn es gibt zwei Möglichkeiten, sich dem Niemals-Haus zu nähern: Die erste ist die des Lebensfilms. Wir sehen ihn im Rahmen möglicher Nahtoderlebnisse.

Wir sehen ihn auch, so glaube ich – womöglich sogar sehr ausführlich -, wenn wir real gestorben sind. Uns wird das Buch des Lebens aufgeschlagen; dieses Buch, das die fernöstliche Philosophie Akasha-Chronik nennt, wird in der Bibel mehrfach erwähnt, beispielsweise in der Offenbarung des Johannes, Kapitel 17 und 20.

Rückwärts in der Zeit gehend bis hin zu unserem irdischen Ursprung konfrontieren wir uns mit dem, was war.

Ich persönlich bin der Auffassung, dass wir zwischen unseren Leben das jeweils vergangene aufarbeiten und für das nächste Leben ein Skript entwerfen, das unser Bewusstsein weiter bringt – von dem traditionellen Verständnis von Karma halte ich nicht so viel bis wenig; es kann für mich nicht darum gehen, Schuld zu büßen, es geht nicht um eine Form der Vergeltung, sondern es geht darum, wie wir bestimmte Entwicklungsschritte machen. –

Auf diesem Hintergrund entscheidet sich, wo und unter welchen Bedingungen Menschen wieder inkarnieren; sicherlich hängen auch bestimmte seelische Lernprogramme mit bestimmten Menschen zusammen. Beispielhaft dafür mag stehen, dass nicht wenige werdende Mütter, die abgetrieben haben, dieser Seele, die durch sie nicht zur Welt kam, dennoch begegnen, weil sie mit einer anderen Mutter – oder der eigentlich vorgesehenen, nur eben später – zur Welt kommt. Vorstellbar, dass beider Begegnungen keine einfache wird, denn der Brunnen ihrer Seele weiß um alles Geschehen. Und ich glaube, dass – ohne dass ich die Entscheidung einer Frau moralisch sanktionieren möchte (was mir ohnehin nicht zustehen würde) – Abtreibung für die Seele eines Menschen ein schmerzhafter Vorgang ist.

Die zweite Möglichkeit ist – und gewiss ist das eine äußerst intensive Arbeit mit sich selbst -, dass wir in unserem derzeitigen Leben in unserem Bewusstsein zurückgehen bis zu unserer Geburt und aufarbeiten, was alles geschehen ist. Das schließt beispielsweise ein, dass wir die verletzten inneren Kinder, die zu beiden Seiten unseres Lebensweges ihr Leben in dunklen Nischen fristen, hervorholen und wieder integrieren, indem uns bewusst wird, wie es zu der Verletzung kam, die dazu geführt hat, das ein Teil sich von uns abspaltete.

Deshalb heißt es in der Bibel – und es ist eine Facette der Bedeutung dieser Aussage -, dass wir nur in den Himmel kommen, wenn wir wieder werden wie Kinder. Wörtlich spricht Jesus von dem Königreich der Himmel, er sagt also, dass wir nur in das Königreich der Himmel kommen, wenn wir wieder werden wie Kinder. Wie öfters gibt Luther den Plural von Himmel bedauerlicherweise nur im Singular wieder. Das Königreich der Himmel, das ist ein Bewusstseinszustand.

In ihn gelangen nur Kinder – oder im Sinne Michael Endes: nur Erwachsene, die wie Momo sind, das heißt, die auch bereit sind, rückwärts zu gehen.

Vorwärtsgehend sind wir dem Sog der Zeit ausgesetzt. Diesen heben wir auf, indem wir rückwärts gehen.

Schon vorher hatte Momo sich unbewusst auf dieses Rückwärtsgehen eingestellt, indem sie lernte, ganz langsam zu gehen. Wer hier hektisch ist, gelangt nicht zum Ziel. Deshalb ist die Schildkröte der richtige Führer, sie weiß um das richtige Tempo, zum Ziel zu gelangen. Es geht hierbei nicht nur um den Ort, einen seelischen Ort, es geht auch um das Verhältnis zur Zeit.

Wenn es uns auf der Erde gelingt, zu diesem inneren Kind rückwärtsgehend zurückzugelangen, das so unversehrt in der Krippe Bethlehems lag wie es in jedem von uns auch mehr als zweitausend Jahre später ruht – dafür steht Weihnachten auch -, dann sind wir an der Quelle unseres Seins, vertrauen dem göttlich Weiblichen und dem göttlich Männlichen, wofür Maria und Joseph stehen; in den Märchen stehen der gute König und die Königin dafür zu den Zeiten des Es war einmal, einem Zustand, den wir auf neue Weise erreichen wollen, oder, wie es T.S. Eliot in Four Quartets formuliert:

Und am Ende all unserer Forschungen werden wir da ankommen,
wo wir angefan­gen haben, 
und werden den Ort zum ersten Mal erken­nen.

 

Wie wir in unserer Lebenszeit vorwärts gehen, ganz entsprechend unseren menschlichen Lebensbedingungen, gehen wir an der Hand Momos in unserer Lebenszeit zurück, ungewohnt, auf neue Weise sehend, fühlend. Vertrauensvoll können wir das tun, denn das sind wir selbst, zu dem wir gelangen. Liebend erwarten uns dort auch unsere inneren Eltern, für die Maria und Josef stehen. Die inneren Eltern unserer geistigen Familie lieben aus ganzem Herzen.

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 .
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