Horcht nur? Könnt ihr es hören: Die Botschaft der Hoffnung. – White Eagle zum Neuen Jahr.

Seit ich mit ihm in Berührung gekommen bin, schätze ich die Bücher von White Eagle sehr. Er ist ein verstorbener indianischer Lehrer, dessen Worte weltweit veröffentlicht werden und zwar auf eine offene und ungezwungene Weise, so dass ein Gutachten des Institutes für Religionswissenschaften der Evangelisch-Theologischen Fakultät München [auf diesem Link unten] zu dem Ergebnis kommt, dass „der White Eagle Centre Deutschland e.V. (..) daher und aufgrund der inhaltlichen Prägung durch Elemente der Europäischen Religionsgeschichte und der kultischen Aktivität unter religionswissenschaftlicher Begutachtung als Religionsgemeinschaft zu bezeichnen (ist).“

Dies bestätigt meinen Eindruck einer offenen, warmen, von Herzen kommenden, im Grunde überkonfessionellen Religiosität. Mancher, der im Geist des 20. Jahrhunderts erzogen worden ist und eine entsprechende schulische Ausbildung durchlaufen hat, wird sich schwer tun damit, dass hier u.a. eine so enge Verbindung zwischen unserer und der Welt des Jenseits gesehen wird; aber die Wahrheit von Platons Höhlengleichnis gilt noch immer: Die Menschen gleichen Bewohnern einer Höhle, die gefesselt an Schenkeln und Nacken unbeweglich nur in eine Richtung schauen können.

Es liegt an ihnen, also an uns, sich dieser Fesseln zu entledigen. Erst dann gelingt der Blick nach oben  und unten, nach rechts und links, gelingt wirklich der Kontakt zum Nächsten, wird wirkliches Gespräch möglich, gelingt es aufzustehen und aus der Höhle des gefesselten Bewusstseins zum Sonnenlicht, also der Wahrheit zu gehen.

Deshalb möchte ich gerne die Worte White Eagles zum Neuen Jahr wiedergeben, die ich der Deutschland-Homepage entnommen habe, nur möchte ich sie in der Anrede ergänzen und die Schwestern der Erde mit einbeziehen, was vermutlich auch so gemeint war; diese Worte sind voller Trost, Vertrauen und Hoffnung:


WIR GRÜSSEN EUCH, Brüder der Erde, und bitten euch, eure äußeren Sinne zu verschließen und euch der hier anwesenden großen geistigen Begleitung bewusst zu werden. Manchmal neigt ihr dazu, die unsichtbare Gemeinschaft zu vergessen. Um euch und über euch sind Scharen von geistigen Wesen. So wie ihr danach strebt, im Geist und in der Wahrheit anzubeten, so werdet ihr tatsächlich empor gehoben aus den irdischen Schleiern.

Der begrenzte Verstand kann dies nur schwer verstehen. Leben ist Geist, ist Bewusstsein. So wie ihr erwacht zur Reinheit, Schönheit und Kraft des geistigen Lebens, so müsst ihr euch, gerade durch dieses Wissen, vom geistigen Leben umgeben fühlen. Alle Mühe und alles Streben, schöpferisch zu denken, führt zu Wachstum und Entwicklung der Seele, und wenn wir so leben und denken, beginnen wir, uns des Gotteslebens bewusst zu werden; wir schreiten voran auf dem Pfad geistiger Entwicklung, hin zur Freiheit.

Oh, die Menschen sehnen sich nach Freiheit! In manchen Ländern werden verschiedene Methoden durchprobiert, die zu Freiheit, zu größeren Chancen der Selbstverwirklichung führen sollen. Doch in Wahrheit ist die einzige wirkliche Freiheit, die ihr je erfahren könnt, die Freiheit des Geistes. Solche Freiheit muss nicht darauf warten, bis ihr euren irdischen Körper verlasst. Keineswegs! Ihr erreicht sie nur dadurch, dass ihr das materielle Festhalten an materiellen Dingen loslasst, das Vorherrschen der Wünsche, und zwar ohne eure Dienstleistungen und Pflichten des täglichen Lebens zu vernachlässigen. Es bedeutet, den Dienst an der Menschheit der geistigen Macht, der Gotteskraft zu weihen, die in eurem Inneren liegt. Wenn man Aufgaben und Pflichten mit dem besseren Wort „Dienst“ oder „Dienen“ bezeichnet, kann man das Leben als Widmung an Gott, an die Menschheit und an die Entwicklung jeder lebendigen Kreatur betrachten, und dann gibt es keine Ermüdung des Fleisches… geschweige denn Krankheit oder Leiden. Das mag manchen überraschen, der sich weigert, die spezielle Arbeit, die er verrichten muss, als Dienst anzusehen. Es mag banal klingen, doch trotzdem ist es wahr. Alle Arbeit, alle Bemühung kann auf die eine oder andere Art Dienst sein. Wie unangenehm, wie eintönig diese spezielle Arbeit auch sein mag, du kannst sie harmonisch verrichten und gibst so einem anderen Menschen etwas, was ihm gefehlt hat.

Dies führt uns zu dem Wort „Vertrauen“. Ihr lebt vom Vertrauen; in den kleinsten Dingen verlasst ihr euch darauf, dass ihr versorgt werdet. Ihr glaubt, dass das Licht angeht, wenn ihr einen Schalter drückt; ihr verlasst euch darauf, dass ihr zu essen habt, wenn ihr Nahrung braucht; ihr vertraut darauf, ihr glaubt daran, dass für alle eure Grundbedürfnisse des Lebens gesorgt ist. Nehmt einmal an, eines Tages würde euch das verwehrt… nehmt an, ihr wäret zum Beispiel ohne Wasser? Welch eine Katastrophe! Doch ihr vertraut darauf – ihr glaubt daran – dass alle eure Bedürfnisse erfüllt werden. Und – Sie werden es… doch nur durch den Dienst eurer arbeitenden Mitmenschen, die vielleicht die ganze Nacht eintönigen Beschäftigungen nachgehen, damit euer Vertrauen gerechtfertigt ist.

Welch glorreicher Geist ist jetzt zum neuen Jahr um uns! Ein Jeder scheint, für den Augenblick, seine Sorgen und Ängste zu vergessen. Ein neues Jahr zieht herauf! Und ihr geht herum, schüttelt Hände und sagt: „Ein gutes neues Jahr! Alles Gute für dich!“ Es gibt nur wenige, die sich dieser Stimmung entziehen können, ganz besonders, wenn das neue Jahr sich mit hellen Tagen und freundlichem Sonnenschein ankündigt. Hat keiner von euch den Gesang der Vögel bemerkt? Sogar in den Städten singen die kleinen Gesellen, die Spatzen, fröhlich, und das Land hallt wider vom Gesang der Vögel. So wie die Menschen sagen und wünschen „Ein gutes neues Jahr für dich, ein gutes Neues!“, so singen auch die Vögel „Ein glückliches neues Jahr!“ Horcht nur! Könnt ihr es hören?

So kommt das neue Jahr zu uns allen in der Grundstimmung der Hoffnung. Geht durch euren Park oder, wenn ihr euch so glücklich schätzen könnt, durch eure Wiesen und Auen. Seid still im Geist; seid aufmerksam; spürt das Versprechen des Lebens, des Frühlings. Das Wort „Hoffnung“ hallt wider im Land, und auch ihr hofft auf bessere Tage, freut euch auf das Kommen des Frühlings, im Vertrauen, dass eure Erde mit Blumen, Sonne und Schönheit gekrönt wird. So hält das neue Jahr Einzug, feierlich angekündigt durch Hoffnung; durch Hoffnung, die erfüllt ist von Harmonie, geschmückt mit einer Spur von Farbe. Zart sich rührendes, verstohlenes neues Leben macht sich geltend und übermittelt eurem Geist die Botschaft seines Kommens.

Dies, ihr Lieben, ist unsere Botschaft an euch alle. Hoffnung! Vielleicht dürfen wir Vertrauen einschließen… einen Hauch von Vertrauen, doch der zentrale Punkt heute Nacht ist Hoffnung. Es ist so viel Pessimismus in der Welt… so viel Leid! Wenn ihr doch nur aufhören würdet, euch zu sorgen und zu grämen! Es ist so leicht zu murren! Wenn ihr doch nur einhalten würdet, dann würde sich euch die geistige Wahrheit einprägen, die der Grundton des Lebens ist. Er schwingt in allem Leben. Seine Botschaft ist Hoffnung. Strebt also danach, alle niederdrückenden und pessimistischen Gedanken zur Seite zu legen. Wir wissen, dass ihr Sorgen habt, dass ihr auch die Sorgen anderer wahrnehmt. Wir, die wir ein bisschen tiefer sehen als ihr, erkennen eine seltsame Schönheit, die die Leiden der Menschheit umgibt. ‚Oh!’ schreit ihr auf. Hört zu. Eine Mutter geht durch die Wehen und den Schmerz des Gebärens; doch nachdem das Kind geboren ist, ist sie voller Freude. Sie weiß, sie erkennt, dass sie ohne dieses Leiden nie diese alles übertreffende Freude kennen würde. Hinter jeder Erfahrung, jedem Kummer, jeder Trübsal, jedem Elend, gibt es einen Grund, eine große Absicht. Eines Tages, irgendwo, irgendwie, werdet ihr wissen, dass es keinen Unterschied gibt zwischen intensivem Leid und intensiver Freude. Ein Geheimnis des Geistes? Ja; ihr könnt diese Dinge jetzt noch nicht verstehen, doch wenn ihr die Lektion gelernt habt, wird sich das Verständnis einstellen.

Wir geben euch Hoffnung. Ihr schreitet vorwärts. Die irdische Ebene, der Planet Erde als Ganzes, bewegt sich vorwärts mit seinem ganzen Sein, um selbst eine Sonne zu werden. Ist das im Einklang mit heutiger Wissenschaft? Wohl kaum, denn die Wissenschaft erklärt, dass es eines Tages kein Leben mehr auf der Erde geben und die Erde untergegangen sein wird. Aber so wird es mit der Erde nicht sein! Manche Planeten, auf denen es keine Aufnahme des Lichtes des Sohnes Gottes – oder Christus – gegeben hat, mögen untergehen. Aber die Menschheit der Erdeist erwacht, und langsam, kaum merklich, reagiert sie und erhebt sich, gerade wie das ungeborene Kind sich im Mutterschoß regt. Die Erde bewegt sich auf ihre Geburt als Sonne zu… sie wird vergeistigt werden, verklärt, sodass ihre äußere Kruste, oder äußere Substanz, verändert, transzendiert wird.

Auch das menschliche Leben bewegt sich auf eine solche Geburt zu, hinein in die Glorie, die Freiheit. Jede Erfahrung lässt dich auf dieses geistige Bewusstsein hin wachsen. Nichts im Leben ist vergeudet… keine Erfahrung. Wie hart die Lektionen auch waren, und vielleicht gerade in diesem Augenblick sind, möge es dich trösten und inspirieren zu hören, dass sie es wert sind.

So blickt nach vorne mit Hoffnung, nicht nur auf dieses gegenwärtige Jahr, sondern auf alle vor uns liegenden Jahre: und wenn die Zeit kommt, die Zeit des Ausruhens und der Erholung, wenn ihr in die jenseitige Welt eintretet, dann werdet ihr erkennen, dass es ist wie der Übergang aus einem verdunkelten Raum in ein Sonnenbad. Ihr Lieben, habt ihr jemand verloren, der euch sehr nahe stand? Stellt ihn euch vor im Sonnenlicht der jenseitigen Welten, wie er die wahre Essenz des Geistes in sich aufnimmt. Es gibt keinen Tod! Nur Entwicklung… Weiter-Entwicklung… Wachstum, eine Lebenskraft, die immer voranschreitet, vorwärts zur Sonne hin.

Dies, meine Lieben – und ich spreche zu jedem einzelnen Herzen – dies ist unsere Botschaft: Hoffnung! Hoffnung! Hoffnung! Die Menschheit macht Fortschritte; sie entwickelt sich nicht zurück; und jede Art und Weise, mit der diese Geburt ins geistige Leben erreicht wird, ist angebracht. Haltet Ausschau nach dieser Welt voller Toleranz und Liebe, und Hoffnung… das Beste kommt erst noch!

Gott segne euch. Möget ihr empfänglich sein für die geistige Kraft, für die Führung und die Liebe jener Älteren Brüder, die nur Liebe, Hoffnung und Frieden im Sinn haben.

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Über Johannes G. Klinkmüller

Ich lebe und arbeite am Fuße der Rhön, in Bad Kissingen, und genieße die Saale, die Wiesen, den so vielfältigen Wald und die bemerkenswerten Veränderungen im Jahresverlauf. – Mein Interesse gilt, wie sich in Mythen und der Literatur die Entwicklung des Menschen spiegelt. Ohne den Prometheus in uns kommen wir nun eben mal nicht zu wahrem Bewusstsein und möglich, ja wahrscheinlich ist, dass wir als Kain Abel erschlugen; doch wenn es gutgeht, laufen wir mittlerweile auf dem Gralsweg des Parzival; dazu ist es notwendig, sich zu erlauben, wie jener den eigenen Karfreitag zu erleben. Ich glaube, dass Philosophen und Dichter früherer Zeiten ein höheres spirituelles Bewusstsein hatten, ob sie Platon, Wolfram von Eschenbach, Dante oder Goethe hießen; viel von ihrem Bewusstsein hat die Hochkonjunktur des Rationalen und des Materialismus verschüttet (eine für die Entwicklung des Menschen notwendige Phase, die nun allerdings vorübergehen sollte!). - Vor allem Michael Ende schließt an die Tradition der großen Alten an; seine "Unendliche Geschichte" beleuchtet eine mögliche Reise zu sich selbst durch die Heilung der kindlichen Kaiserin in uns. Sie steht stellvertretend dafür, dass in Menschen unserer Zeit ein entsprechendes Bewusstsein erwacht, wenn auch der Hype vom Wassermannzeitalter einer falsch verstandenen Esoterik viel Unheil angerichtet hat. - Viele der großen Dichter, heißen sie Schiller, Hofmannsthal, Rilke oder Trakl wollen auf dem Hintergrund ihrer Zeit und ihres Lebens verstanden sein und können damit Anregungen geben, uns und unsere Zeit zu verstehen. Gerade gilt mein Interesse Hölderlin und viel von mir finde ich in ihm wieder (was nicht heißt, dass ich glaube, ihm nur annähernd das Wasser reichen zu können). Es dauert noch ein bisschen, bis sich der gute Hölderlin in Posts niederschlägt :-)
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2 Antworten zu Horcht nur? Könnt ihr es hören: Die Botschaft der Hoffnung. – White Eagle zum Neuen Jahr.

  1. Artur schreibt:

    Ein sehr wertvoller Artikel.
    Danke

  2. Artur schreibt:

    seit der Empfehlung auf diesem Blog, beschäftige ich mich auch mit WHITE EAGLE. Wirklich interessant.
    Danke für diesen Tipp.

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