Dankbarkeit: Zauberwort für Entfaltung und Fülle! – Aus Louise Hays „Dankbarkeit erfüllt mein Leben“!

Louise Hay, amerikanische Erfolgsautorin – klasse z.B. finde ich ihr „Heile Deinen Körper. Seelisch-geistige Gründe für körperliche Krankheiten“ – hat ihre Freunde (und es sind eine ganze Menge) gebeten, ihr Geschichten zu schicken, die deren Beziehung zum Thema Dankbarkeit kennzeichnen. Herausgekommen ist das Buch

Louise L. Hay und Freunde: Dankbarkeit erfüllt mein Leben.

Nun, manch einen Beitrag finde ich ein bisschen gewollt auf Dankbarkeit gestylt, aber unter zahlreichen bemerkenswerten finde ich eine Geschichte einfach genial. Sie ist ihr zugesandt worden von Dr. Tom Costa, dem Gründer der »Religious Science Church of The Desert«, Kalifornien, seines Zeichens öffentlicher Redner und Buchautor („Life! You Wanna Make Something Out of It?”); er führt auch Seminare in den USA, Kanada und England durch – ob noch immer, weiß ich nicht :-); das Buch erschien erstmalig 1996.

Hier nun sein Beitrag zum Thema Dankbarkeit:

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Meine dankbare Haltung hat sich die letzten sieben Jahrzehnte meines Lebens hin­durch entwickelt.

Meine tiefen Gefühle für das spirituelle Privileg, dankbar sein zu dürfen, wurden gleich zu Beginn meiner Arbeit als Pfarrer im Jahre 1974 auf die Probe gestellt. Ich beriet einen Mann, der völlig unglücklich war. Dieser Mann erfreute sich guter Gesundheit, spielte täglich Tennis, war finanziell erfolgreich und liebte seine Arbeit. Ich hatte gerade für ihn und seine neue hingebungsvolle Frau die Trauungsfeier abgehalten. Zu­dem hatte er auch aus seiner vorhergehenden Ehe eine liebe­volle Familie. Doch obwohl jeder Bereich seines Lebens – Gesundheit, Wohlstand, Liebe und Arbeit – erfüllt zu sein schien, war er immer noch unglücklich.

Als neuer Pfarrer war ich ratlos. Wofür konnte ich hier beten? Wie konnte ich ihm helfen, sich aus dieser Depression zu befreien? Im Verlauf unserer Sitzungen kam zum Vorschein, dass es diesem Mann an Dankbarkeit fehlte. Er bedankte sich nie für seine Gesundheit, für seinen Wohl­stand, für seine Kinder, für sein Haus oder für das Leben selbst. Er nahm alles für selbstverständlich. Das inspirierte mich dazu, mehr über diese nebelhafte, aber wichtige Essenz unseres Lebens herauszufinden: Dankbarkeit.

Ich erinnere mich noch genau, wie ich vor Jahren die sogenannte Fünfte Stufe des zwölfstufigen Programms der An­onymen Alkoholiker durchführte. Bei der Fünften Stufe hört sich jemand, etwa ein Geistlicher, den Lebensbericht des Al­koholikers bis zu der Zeit an, als er sich seinen Alkoholismus eingestand. Eine junge Dame bemerkte mir gegenüber: »Man kann nicht zugleich dankbar und unglücklich sein.«

Ich war zu der Zeit wahrscheinlich 40 Jahre älter als sie, aber ich war spirituell überwältigt. Ich hatte diesen »Einzeiler« noch nie gehört, und er klang überzeugend! Seitdem habe ich diesen Gedanken in meinem geistlichen Amt allenthalben verwendet – im Unterricht, in Seminaren und in meinem Pri­vatleben. Man kann nicht zugleich dankbar und unglücklich sein.Beides zugleich ist tatsächlich gefühlsmäßig unmöglich.

Während ich über diesen Satz nachdachte, fiel mir meine katholische Erziehung und der Rosenkranz ein. Ich persön­lich habe jetzt das, was ich einen geistigen Rosenkranz der Dankbarkeitnenne. Ich zähle die »Perlen« oft morgens bei meinen Meditationen und Gebeten. Dann führe ich meine Segnungen an, und nicht die anderer.

Diese Zeit der Dankbarkeit in meinem Leben erscheint nicht nur am vierten Donnerstag des Novembers. Eine solche Zeit des Dankens lege ich jeden Tag ein. Ich habe so viele Perlen zu zählen … Perlen, die für Menschen stehen, die mir gehol­fen haben. Oder Perlen, die für Menschen stehen, die mir nicht geholfen haben (denn das hat mich in jedem Bereich meines Lebens stärker gemacht). Da gibt es Perlen, die für nahe, enge Freunde stehen, für meine Familie. Perlen für meine Gesundheit, meinen Körper, meine Sinnesorgane und für mein Zuhause, das ich genieße und liebe. Ich danke mei­nen Haustieren, die mich täglich bedingungslose Liebe leh­ren. Ich danke für die Fähigkeit, meine Gedanken, meine Auffassungen und meinen Weg wählen zu können.

Nehmen Sie sich jeden Tag einen Moment Zeit, um sich dankbar zu zeigen für alles, was Sie sind und für alles, was Sie nicht sind. Seien Sie dankbar für alles, was Sie haben und für alles, was Sie nicht haben.

DENKEN SIE DARAN: MAN KANN NICHT DANK­BAR UND UNGLÜCKLICH ZUGLEICH SEIN!

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Was für mich ausschlaggebend ist und noch wichtiger als der Kernsatz, den Tom Costa herausstellt:

Alles, was wir haben, ist sozusagen eine ZIP-Datei. Erst wenn wir sie entpacken, entfalten sich für uns die Gaben und Geschenke des Lebens.

Wir können so viel downloaden, wie wir wollen, wenn wir die Dinge nicht installieren und entpacken auf unserer inneren Festplatte, nützen sie nichts.

Dieses Entpacken, diese Entfaltung geschieht durch Dankbarkeit. Dieser Mann oben hatte alles, aber es war verpackt, es stand ihm in Wirklichkeit nicht zur Verfügung!

Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Fülle des Lebens.

Ansonsten bleibt alles Staffage, Requisit, verpackt …

Das Zauberwort für die Entfaltung der Gaben und Geschenke heißt definitiv Dankbarkeit.

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Über Johannes G. Klinkmüller

Ich lebe und arbeite am Fuße der Rhön, in Bad Kissingen. Mein Interesse gilt den Mythen und der Literatur, spiegelt sich doch in ihnen die Entwicklung des Menschen: Ohne den Prometheus in uns kommen wir nicht zu einem selbständigen Bewusstsein und möglich, ja wahrscheinlich ist, dass wir als Kain Abel erschlugen, eher vielleicht ein Bewusstseinsakt als ein Verbrechen, stehen beide doch für eine Weise menschlicher Entwicklung. Manche unter uns mögen mittlerweile auf dem Gralsweg des Parzival unterwegs sein. Philosophen und Dichter früherer Zeiten hatten ein sehr hohes spirituelles Bewusstsein, ob sie Platon, Wolfram von Eschenbach, Dante, Goethe, Schiller oder Hölderlin hießen; in neuerer Zeit gilt das u.a. für Nietzsche, Trakl, Hofmannsthal, Rilke und Michael Ende. Viel von deren Bewusstsein hat die Hochkonjunktur des Rationalen und des Materialismus verschüttet, sicherlich eine für die Entwicklung des Menschen notwendige Phase, die nun allerdings vorübergehen sollte. Die Auseinandersetzung und Beschäftigung mit den Gedanken der oben Angesprochenen kann uns bereichern und Verschüttetes ins Bewusstsein rufen. Manches kann unseren Lebensweg wesentlich beeinflussen.
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